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wo der Käfer die Eier an beſchädigten Stellen zuvor abgeſetzt hat, zerfreſſen den Splint und das jüngere Holz, ſo daß die Bäumchen kränkeln und zuweilen ganz vertrocknen und eingehen. Knollen und Auswüchſe junger Buchen und Eichen ſind oft nur Folgen dieſes Ungeziefers.
Agr. candens F. 6, grün ſchimmernd, Leib glänzend blau, als platte, vorn keulenförmige Larve in Zickzackgängen unter Birnrinde, der Käfer in Obſtblüthen;
Agr. pruni F. 3— 4“, blau, Decken dunkelviolett mit aſchgrauen Wellen nach der Spitze hin, als Larve mitunter an Zwetſchenbäumen ſchädlich.
Die Agrilus⸗Larven leben nach C. Vogt zum Theil bis acht Jahre im Holz der Laubhölzer. end Agr. capreae Linz, A. cinctus Oliv., A. hyperici Frtz., A. viridis Lap. 3— 4“%, Decken an den
nden gezähnt;
B. s. Trachys Fab. Gleißkäferchen: Körper kurz, dreieckig oval, z. B. Tr. minuta L. gegen 2““, dunkel, erzfarbig glänzend, mit weißhaarigen Querbinden, auf Weiden, Rüſtern und Haſelſträuchern;
Tr. nana Payk., kaum 1““, dunkel erzglänzend, unbehaart, auf Blüthen;
Aphanisticus Latr. emarginatus F. und pusillus Ol. ſehr klein.
Den eigentlichen Prachtkäfern verwandt find noch einige ſonſtige, nämlich Melasis Oliv. bupres- toides L., wie ein kleiner Prachtkäfer, und ſonſt wohl auch unter den Springern aufgezählt:
Euenemis Ahrens capucinus Ahr.(deflexicollis Ziegl.) 4“, glatt, ſchwärzlich, Bruſt mit er⸗ habenem Hinterrand, feinbehaarter Körper, rothe Fußtarſen, in faulen Eichen.
Fam. Elateridae.
Dieſe Käfer werden als Springer oder Schneller, wohl auch als„Schmiede“ be⸗ zeichnet, ſind ſchmal, kurzfüßig und ſchnellen ſich, auf den Rücken gelegt, mittelſt einer elaſtiſchen Bruſtſpitze in die Höhe. Sie entſtehen aus ſteifen ſ. g. Drahtwürmern in Faulholz oder an Wur⸗ zeln in dem Boden lebend und vielfach ſchädlich. Nach Leunis zählt man über 200 Europäer. Wir heben aus den 66 in Medicus, Pfälzer Verzeichnis enthaltenen bei uns einheimiſchen Arten fol⸗ gende hervor:
Elater F.(Synaptus Eſch.) filiformis F. 5“%, ſchwarz, dicht anliegend, grauhaarig, Fühler fadenförmig, im Graſe; 4
E.(Gratonychus Lacord.) niger F. 6“, glänzend ſchwarz, Bruſtſchild glatt, Decken ſtreifig, etwas aſchgrau behaart;
E.(Lacon Laporte) murinus L. 6““ lang, 2 ½“ breit, ſchwarz, durch dichte, kurze Behaarung weißlich und hellbräunlich gewölkt;—
E.(Athous Efch.) haemorrhoidalis F. 5““, ſchwarzbraun, weichhaarig, After unten rothbraun, überall ſehr gemein;
E. s. Ath. hirtus Hb.(aterrimus F.) 6“%, nur 1 ½“ breit, glänzend ſchwarz, rauhhaarig, auf Wieſen und Feldraſen gewöhnlich;
E. balteatus L. 4“, 1 ⅛“ breit, ſchwarz, behaart, Decken hinten zu ¼ mit ſchwarzem Schild⸗ fleck, im Graſe nicht ſelten;
E. sanguineus L. 6““ lang, 2““ breit, Körper glänzend ſchwarz, Decken einfach lebhaft blutroth, unter Eichenwald im Gras;
E.(Corymbites Latr.) aöneus L. 7“, lang, 2 ½“ breit, erzfarbig dunkelblau oder violettglän⸗ zend, Füße roth, unter Steinen auf Feldraſen zu finden;
E. holosericeus F. 4““ lang, 1 ⅜“ breit, ſchwärzlich, graugelbliche Sammetbehaarung, faſt Binden bildend, auf Gebüſchen gewöhnlich;
E. pectinicornis L. 8““, glänzend metallgrün, die ſchwarzen Fühler des Männchens kamm⸗ förmig, nicht gewöhnlich;
E.(Agriotes Eſch.) obscurus L.(variabilis F.), 5“%, Halsſchild ſchwarz, Decken graubraun, behaart, Fühler und Füße röthlich, als Larven Gartengewächſen durch Zerſtörung der Wurzeln ſchädlich.
E. s. Agr. segetis Gyll.(lineatus L.) 4— 5“, ſchwärzlich, graubehaart, Decken fein geſtreift; als langer, dünner Drahtwurm an den Getreidewurzeln ſchädlich;*)—
E. s. A. sputator L. 6“, ſchwarz, Decken rothbräunlich, ſpritzt Feuchtigkeit aus dem Mund, daher sputator d. i. Spucker, als Drahtwurm ſehr ſchädlich an ausgeſetzten Salatpflanzen, deren Wurzeln er zumal in ſandigem Boden abfrißt;
*) Vergl. des Verfaſſers Landwirthſchaftliches Ungeziefer(Mannheim 1867, S. 24 f.) über dieſen und die andern Agriotes Ausführliches.


