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ſchwärmer und in manchen Jahren der Todtenkopf, von dem hier nicht ſelten Abends die Schmetter⸗ linge in Conditoreien, vom Honiggeruch angelockt, gefangen werden und von dem ich im Herbſt 1860 mehrere Raupen der grauen Varietät erzog; von Seſien an Pappeln Sesia apiformis, aber keine, in Norddeutſchland den jungen Pappeln oft verderblichen Ses. asiliformis, in Hausgärten um Johannis⸗ beerſträucher ſehr gewöhnlich Ses. tipuliformis, auch Knutillaetonnis llie zurweilen Ka düche Apfelbaum⸗ Seien B. auf blühendem Liguſter zu finden.
An Zygänen iſt die Gegend arm, während rechts des Rheins deren viele⸗ wie— Minos, lipcrepidish, filipendulae, onobrychis, meliloti u. a. zu bemerken ſind. Auch die. Schwarzdorn⸗ Atychie(At. infausta), um Oppenheim, in der Nahegegend und anderen Theilen der Provinz vor⸗ handen, fehlt der Wormſer Gegend, ebenſo Syntomis Phegea, die an der Nahe vorkommt.
n Von Spinnern hebe ich hervor als ſehr verbreitet den ſchädlichen Goldafter(Porthesia chrysos- rhoea), von deſſen Raupengeſellſchaften allenthalben Weißdorn⸗ und Schlehenhecken, aber auch Bäume verheert werden, den alljährlich bald zahlreicher, bald weniger an den Eichen vorkommenden verderblichen Prozeſſionsſpinner, in den Obſtgärten dann und wann ſchädlich den Großkopf oder die Stammphaläne (Liparis dispar), von der ich die kleine Varietät v. disparina Müll. aus einer Eichenraupe erzog; außerdem noch im Gras gewöhnlich Gastropacha trifolii, während die am Vogelsberg gewöhnliche, nach Bertram auch um Speyer vorhandene Grasglucke(Gastr. potatoria), auch der Schlehen⸗ Wollafter(Gastr. lanestris), der in Oberheſſen ſo gemein iſt, hier nebſt vielem Andern ganz fehlt. Die Tannenglucke findet ſich, vom Schiffstheer⸗Geruch aus dem Bürſtädter Wald herbeigelockt, oft auf Schiffen und Floßholz des Rheins. Wegen der Pappeln und Weiden herrſchen dagegen noch vor: Liparis salicis, oft in verheerender Weiſe auf Pappeln, und der Weidenbohrer(Cossus ligniperda), der auch der vielen Weiden wegen um Friedberg gewöhnlich iſt. Von intereſſanten Bären erhielt ich nur einmal Callimorpha Hera, ſo auch Chelonia Hebe; villica, im Rheingau und nach Bertram um Speyer zu Hauſe, ſcheint um Worms nicht vorzukommen.— Als intereſſantes Vorkommen bemerke ich dasjenige einiger Pſychiden, ſo in Puppenſäcken an Stämmen und Planken Canephora graminella, im Gras der Rheinufergebüſche fliegend Epichnopteryx pulla, die auch in der Gießener Lahngegend nicht ſelten iſt. Froſtſpanner(Chimatobia brumaria) ſind verhältnißmäßig nur in geringem Maß den Obſtblüthen verderblich; deßgleichen tritt die„Sommerraupe“ oder Apfel⸗Reſtermotte(Hypomeneuta malinellus), ſo häufig in der Wetterau, ſo wie die Traubenkirſchmotte(Hyp. padellus), um Darm⸗ ſtadt und Mannheim oft in erſtaunlicher Menge in den Anlagen verderblich, ſo wie ferner auch der in andern Theilen der Provinz(um Bingen, Oppenheim ꝛc.) oft Schaden anrichtende Hen⸗ und Sauer⸗ wurm(Cochylis roserana Fröl.) um Worms nicht gewöhnlich auf..
Von intereſſanten Euleen ſind zu nennen: Triphaena janthina, jedoch nur ala Seltenheit Cleophuna linariae, als Raupe zweimal im Jahr in Anzahl auf Leinkraut; an Dämmen, beſonders gern an Vogelwicke ſaugend, zuweilen zahlreich Heliothis ononis, und ſehr gewöhnlich Acontia luctuosa nebſt Agrophila sulphurea, deren letzteren Raupen ich, in Menge mit Gerſte in Scheunen eingebracht, erhielt; im Gras oft in unglaublicher Menge die niedliche Panemeria heliaca. Von Ordensbändern zeigt ſich Catocala elocata in gleicher Zahl, wie nupta, die in Oberheſſen allein gewöhnliche Art; auch erzog ich fraxini, aus einer Pappelraupe und erhielt dieſe Eule ſonſt noch, wie auch einmal die ſeltene Catoc. electa*). Von Semiophorn— zothien fand ich die Naupen bjter a an Dandeiden von
51„ Nach Bertr am(S⸗ v.„0.) iſt um Spcher Cat. elocata gemnemer als ehar eiesha u ſehr ba, wohl aber fraxini. 54


