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Aw: MPeratori TRAIANO AUGusto GERmanico DACico Pontifici Maximo TRibunicia Potestate ConSuli VI. Patri Patriae.
Rev.: S. P. Q. R. OPTIMO PRINCIPI im Abschnitt VIA TRAIANA.
Liegende weibliche bekränzte Figur mit einem Rade in der Rechten, auf den linken Arm gestützt mit einem Zweige. Vielleicht bezüglich auf die Strasse durch die pomtinischen Sümpfe nach Brundisium. Zwischen 112— 117, wohl vor 114, da er optimus genannt und nicht als Parthicus bezeichnet wird.
3. Denar des Caracalla(von geringerem Lothe).
Av.: Marcus AVRelius ANTONInus CAESar PONTIFex.
Rev.: MARTI VLTORlI.
Mars links schreitend mit Lanze in der Rechten und Trophäum auf der linken Schulter Vor dem J. 198 geprägt, wo Caracalla bei Lebzeiten des Sextimius Severus als Cäsar Antheil an der tribunicia potestas erhielt.
Die übrigen Gegenstände anlangend ist im wesentlichen Folgendes zu merken.
Ein kleines ringförmiges Gehängstück(pensile) aus hellem Erz von 3,8 Cm. Dehm. mit einem rhomboidalen Ansatze haben die früheren Berichte unerwähnt gelassen.
Die s. g. Schnallen(e) sind einfache Ringfibeln. Die nahe zusammentretenden Enden sind bei 5 der 8 in Arolsen aufbewahrten Stücke einfach ringförmig aufgebogen um das Uebergleiten des beweglichen Dornes zu verhindern; bei den übrigen 3 bilden die Enden plattenähnliche, senkrecht stehende Schlussstücke von etwa 1,2 Cm. Länge, 0,5 Cm. Höhe, die am oberen Rande leicht ausgezahnt, auf der nach aussen gewendeten Seite mit ver- ticalen oder diagonalen Ornamentstrichen versehen sind. Wenn nicht an den 3 im Mainzer Museum befindlichen oder an andern nach Darmstadt gelangten Stücken die Enden durch seitwärts plattgedrückte Schlangeaköpfe mit Kämmen gebildet werden, wie Ludwig a. a. O.(Jahrbücher des Vereins v. A. i. Rh. 38. S. 55) angibt, dann muss angenommen werden, dass diese Beschreibung auf einem Versehen beruht. Ich habe auch bei wie derholter Besichtigung der 3 Stücke in Arolsen, welche nicht einfache Ringenden haben, keinerlei Züge oder Andeutungen von Schlangenköpfen zu erblicken vermocht, obwohl die Stücke recht gut erhalten sind, sondern nur jene oben angegebenen Ornamentlinien.
Was die Gewandnadeln(e) anlangt, so sind die meisten einfacher Form; die Fede- rung wird durch die Windungen des Drahtes hervorgebracht, welcher zugleich die Zunge bildet. Die Mehrzahl der Stücke gehört der kleinsten Gattung an; die Länge des Dornes ist bei ihnen wenig grösser als die des Spiraltheiles. Die Nadelruhe hat bei allen ihre Ausbie- gung nach links.— Ausser 99 Gewandnadeln gewöhnlicher Art sind in Arolsen die bei Ludwig a. a. 0. Tf. I. Fig. 4, 7 und 8 abgebildeten grösseren Fibeln mit abweichendem Typus, je einmal vertreten; desgleichen 3 andere, von Ludwig nicht abgebildete Typen je einmal, eine siebente Form zweimal, die s. g. Armbrustform einmal, darunter ein Stück ganz wie die bei v. Sacken, Leitfaden zur Kunde des heidnischen Alterthums, Wien 1865. S. 181 Fig. 75 abgebildete.— Am meisten in die Augen fallen vier Gewandnadeln aus Silber, welche mit Figuren verziert sind. Die eine(Ludwig a. a. O. Tf. I. Fig. 5) zeigt einen Reiter, die


