Aufsatz 
Die sommerlichen Regengebiete in West- und Mitteleuropa
Entstehung
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4. Zusammenhang der Regengebiete mit den Luftdruckverhältnissen. a) Regengebiete und barometrische Minima.

Zu jedem Regengebiete und zu jedem System von Regengebieten gibt es ein System von Depressionen und umgekehrt gehört zu jedem Svystem von Depressionen ein System von Regengebieten. Dieser innige Zusammenhang gestattet uns, durch vergleichende Betrachtung die Entwicklung der Regengebiete und der Depressionen nâher zu verfolgen.

Zum Studium geeignet ist ein HM. das(= 740 mm) 4. 6. IX. etwa 550 n., 20° w. auf dem Atlantischen Ozean liegt, dann bis 7a an Schottland heranzieht. Ein H liegt 4 a auf Biskaya( 770 mm) und zieht bis 8a( 768 mm) auf das Schwarze Meer.

Von unserem Hl aus erstreckt sich ein Ausläufer am Morgen des 3. IX. nach SW, 4a nach S. 5 a nach SSE. 6a nach ESE. Er vollzieht also eine Drehung, die der des Uhrzeigers entgegengesetzt gerichtet ist.

Im äußersten Teile dieses Ausläufers erkennen wir 5a eine schwache Depression, welche ziemliche Selbständigkeit besitzt. Dieselbe besitzt nun selbst wieder Ausläufer. Ein solcher reicht 5a nach Frankreich hinein, und mit diesem Ausläufer wandert das TM nun auf das Pestland, dann rasch., sodaß es 6p von Schottland nach Westfalen reicht. a reicht es schon von Norwegen nach Sachsen. 3a vom nördl. Atlantischen Ozean nach Finnland.(siehe Y 5. IX.)

Hinter dem ersten TN dringt ein zweites aus einem folgenden Ausläufer ein. Dieser erstreckt sich 6a nach S. dreht sich und läßt 7a ein selbständiges TM auf Biskaya er- kennen, dann wandert er. und reicht 7p von Schottland nach Thüringen, 8a von Skandi- navien nach Ostdeutschland. Auch dieses TM tritt mit einem Ausläufer auf, und an der Spitze desselben schnüren sich schwache selbständige TM, tertiäre Depressionen, ab. Die- selben zerstreuen sich auf das Festland. und von ihnen sind 8 a drei über dem Westerwald, Fichtelgebirge und Tirol zu erkennen.

Ganz den Teildepressionen entsprechend verläuft das erste Regengebiet(V. dieses), das von dem HM abhängig ist. Es dringt am 5. von Biskava nach Frankreich ein, dringt am 6. bis Deutschland vor und reicht am 7. schon bis zur Ostsee. Das RW' in ihm wird hervorgerufen zunächst durch das 1. TM und dessen Ausläufer, ferner von tertiären Depres- sionen, die zwar schwer erkennbar Sind. die aber bei der Abtrennung des Teiles am 6. sicher beteiligt sind. Das 2. TNI Ssetzt mit seinen Ausläufern das RW fort. In ihm geht die Abschnürung der tertiären Depressionen sogar soweit. daß am 38. eine völlige Trennung des Regengebietes in einen südöstlichen und einen nordwestlichen Teil erfolgt. Im ersten sind es die neuen., im letzten die älteren Depressionen, die das RW' fortsetzen.

Inzwischen kommt bis 7a das HNI nach Schottland heran. Es zieht bis 8 a (3 39,3) in den NW, bis oa in den N von Schottland, dann zu 10a(= 39,8) auf die nördliche Nordsee und über Skandinavien etwa auf Straße II zu 12 a nach Finnland.

Bevor es den atlantischen Teil seiner Bahn durchzieht, hat es Vorläufer über sie vorausgesandt, die etwa Straße I ziehen. Näheres können wir über diese Vorläufer wegen ihrer Lage auf dem hohen Meere nicht feststellen. In jedem Falle sind es aber selbständig gewordene sekundäre Depressionen, die ein Regengebiet(Y) mit sich führen. Ihr Regen- gebiet ist von den anderen scharf getrennt.