Die westlichen Regengebiete, welche die Grenzen Deutschlands noch nicht über- schritten haben, haben eine geringere Regendichte(4,3 mm) als die, welche bereits in Deutschland eingedrungen sind(5,4 mm).
Die festgelegte Tatsache, daß sich die mittlere Dichte der Regengebiete sehr wenig ändert, würde nicht ausschließen, daß die Dichte in einem und demselben Gebiet an den verschiedenen Tagen große Schwankungen aufweisen könnte. Um diese Zusammenhänge aufzuklären, wurden die Anderungen der Dichte derselben Gebiete in Millimetern und in Prozenten der höheren Dichte festgestellt. Das war in 214 Fällen möglich.
In 5 Fällen änderte sich die Dichte gar nicht. In 106 Fällen ſiel sie, und zwar durchschnittlich um 1,97 mm oder 29,4% des höheren Wertes. Sie fiel:
01, 1—2, 2— 3, 3— 4, 4— 5, mehr als 5 mm 40 23 19 11 5 8 mal.
In 103 Fällen stieg sie, und zwar durchschnittlich um 2,07 mm oder 31,0% des höheren Wertes. Sie stieg:
0—1, 1—2, 2—3, 3— 4, 4— 5, mehr als 5 mm 34 29 18 5 6 11 mal.
In 131 von 214 Fällen, also in 61%, beträgt der Unterschied in den Dichten eines Gebietes an zwei folgenden Tagen weniger als 2 mm und um mehr als 5 mm nur in 19 Fällen, also in°O von 100. Die prozentuale Anderung bleibt in 21% der Fälle unter 10%, in 57 von Hundert bleibt sie unter 30%. Nur 12 mal von 95 fällt die Dichte unter ihren halben Wert und 22 mal von 103 steigt sie auf das Doppelte.
Vom 1. auf den 2. Lebenstag ist die Dichteänderung eines Gebietes besonders Stark. Die Dichte pflegt dabei zuzunehmen, und zwar bei den selbständigen Gebieten in 26 von 46 Fällen um durchschnittlich 2,92 mm oder 47,5% gegen den allgemeinen Steigungs- durchschnitt für die selbständigen Gebiete von 2,14 mm oder 31,8%. Ebenso ist die Dichteänderung stark vom vorletzten auf den letzten Tag. Die Dichte fällt dabei in 31 von 40 Fällen um durchschnittlich 2,67 mm oder 38% gegen den allgemeinen Falldurchschnitt von 1,95 mm oder 29,4%. Ferner ist die Anderung groß in den Gebieten, die über Schott- land eindringen, aber Deutschland nicht berühren, sondern nõ. abziehen. Sie beträgt dort 39%. Dagegen ist sie kleiner in den Gebieten, die über Schottland eindringen und Teilen von Deutschland Regen bringen(31,3%) und noch kleiner in denen, die völlig über Deutschland ziehen(24, 30%).
Am ersten und letzten Tage und bei den schottischen Gebieten der ersten Art liegt immer nur ein Teil des ganzen Gebietes im Bereich der Karte und ist der Dichte- messung zugänglich. Die Hauptmasse ist entweder noch nicht eingedrungen oder schon wieder herausgezogen. Daß nun bei der Messung dieses Teiles der Durchschnitt des ganzen Gebietes richtig bestimmt wird. ist sehr wenig wahrscheinlich, da die Randgebiete meistens eine niedrigere Dichte haben als der Kern. Dann müssen, wenn am andern Tage der Kern mit für die Dichtebestimmung herangezogen wird, starke Unterschiede auftreten.
Sehen wir von diesen unsicheren Bestimmungen ab, so bleiben noch 114 Fälle, in denen größere Teile der Regengebiete verglichen werden. Für diese ergibt sich eine durch- schnittliche Dichteänderung von 20,3%. Wir können also sagen:
Ein Regengebiet ändert seine Dichte nur sehr wenig. Die täglichen Schwankungen betragen durchschnittlich weniger als 20,3% oder 1.59 mm.


