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den erſten Abt des Kloſters Sturmi an ſich heranzog und ihm die vertrauteſte Freundſchaft widmete. Sturmi führte als Geſandter des Königs die Unterhandlungen mit dem Herzoge Taſſilo von Baiern und befeſtigte mehrere Jahre hindurch die Freundſchaft zwiſchen beiden.
So wuchs nach Außen und Innen das Anſehen und die Macht der neuen Gründung und zwar vorzugsweiſe nach dem Tode des hl. Bonifatius(754), wo insbeſondere auch die Schenkungen reicher Privatleute hinzukamen und dadurch dieſe Stiftung die Macht erhielt, wodurch ſie nicht blos Mittel⸗ punkt für alle die vielen neuen Anſiedelungen, die aus dem Thale der Fulda in die Seitenthäler ihrer Zuflüſſe allmählich die Höhe hinanſtiegen, ſondern auch für Künſte und Gewerbe einen Ausgangs⸗ punkt bildete und insbeſondere durch ſeine Kloſterſchule eine Hauptbildungsſtätte damaliger Zeit ward. Wie viele berühmte Namen jener Zeit knüpfen ſich nicht an dieſe Schule? Wie viele Spuren der Ent⸗ wickelung unſerer Nationalliteratur führen uns nicht zurück in die ſtillen Werkſtätten der Kunſt und Wiſſenſchaft jener neuen Gründung, die aus der Einöde Buchonia's zu Ruhm und Ehre herangewachſen war? Wie oft legte nicht der Beſuch der Könige mit ihrem ganzen Gefolge im Kloſter Zeugniß ab von der Wichtigkeit, die man der neuen Stiftung beilegte? Als das große Frankenreich ſeine Miſſion erfüllt hatte, als die Scheidung nach Nationalitäten ſich vollzogen und die eigentliche deutſche Reichs⸗ geſchichte begonnen hatte, da war es gerade der erſte rein deutſche König: Konrad I. von Franken, der durch reichliche Schenkungen, deren eine er bei ſeiner Anweſenheit in Fulda ſelbſt voll⸗ zog, dem Stifte zu erkennen gab, welchen Werth auch er dieſer Stifung beilegte; eine Hochſchätzung, die noch beſonderen Ausdruck dadurch erhielt, daß er die Baſilika des Kloſters zu ſeiner Ruhe⸗ ſtätte wählte(locum fuldensis monasterii requiei post finem vitae). So iſt es auch geſchehen. Konrad wurde im Kloſter Fulda neben dem hl. Kreuzaltare begraben, ſo berichtet der Chroniſt Marianus Scotus:„918 Cuonradus rex obiit 10 Kal. Jan. sepultus est in Fulda monasterio juxta altare sanctae crucis“.
Fragt man, welches Denkmal oder welche Gedenktafel erinnert in der heutigen Kathedrale daran, daß ſie einſt die Gebeine des Königs barg, dem der Annaliſt Saxo ein ſo großes Lob ſpendet, indem er ſagt:„vir fortis et potens, domi et militia optimus, largitate serenus, omnium virtutum insigniis clarus, adeo studuit publicae utilitati, ut hane quoque in hoste, quae tamen rara virtus est, com- probaret?“ Leider lautet die Antwort auf dieſe Frage: Keines! Darum will ich aber auch dieſen Moment nicht vorübergehen laſſen, ohne Bitte und Antrag an den Vorſtand des hiſtoriſchen Vereins zu richten, durch eine einfache, des edlen Königs würdige Gedenktafel die Stätte bezeichnen zu laſſen, wo die ſterbliche Hülle Konrads I. ruht. Die Erfüllung dieſer meiner Bitte und die Ausführung meines An⸗ trages wird zu gleicher Zeit eine bleibende Erinnerung an den Tag ſein, wo die 43. Hauptverſamm⸗ lung des Vereins für heſſiſche Geſchichte und Landeskunde in Fulda's Mauern ſtattfand, und damit die Schuld früherer Jahrhunderte einigermaßen geſühnt ſein! Q. f. f. f. s.!
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