Aufsatz 
Das Kloster Fulda im Karolinger Zeitalter : 2. Buch, 2. Abteilung. Das Grabfeld
Entstehung
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dem Verfalle des großen Karolingerreichs Hand in Hand. Freilich vollzog ſich das auch nicht auf einmal, aber ſchon aus dem Capitular) von 877 erſieht man, daß es bereits Regel geworden war, das Bene⸗ ficium des Vaters dem Sohne zu laſſen. Karl der Kahle beſtimmte nämlich auf einem Zuge nach Italien mit Zuſtimmung der Großen, daß, wenn ein Graf ſterbe, deſſen Sohn mit in Italien ſei, einſtweilen ſeitens der Reichsregierung für die Verwaltung der Grafſchaft Vorſorge zu treffen ſei, bis der Sohn zurückkehre. Es iſt allerdings noch kei⸗ neswegs ein volles Erbrecht, aber es wird doch offenbar der Ueber⸗ gang des Amtes vom Vater auf den Sohn als eine bereits beſtehende Gewohnheit anerkannt und damit das Recht des Königs, ſowohl beim Thronfalle, als bei Erledigung des Lehens ſelbſt einem andern das Amt zu übergeben. Es finden ſich ſchon jetzt Beneficien, die ſich be⸗ reits durch drei bis vier Generationen in derſelben Familie erhalten haben, und als Karl der Dicke den Verſuch machte, dieſe Lehen einzuziehen, erhoben ſich die betroffenen Familien zu offener Empörung und zwan⸗ gen den König zum Nachgeben.²) Aber noch war bei dem Uebergang der Lehen immerhin die königliche Verleihung ein nothwendiges Er⸗ forderniß und erſt im zehnten und elften Jahrhundert entwickelt ſich aus dem Amte das eigentliche Weſen eines Familiengutes und damit die Theilbarkeit des Erbes..4

Faßt man noch einmal die ganze Entwickelung der Gagper⸗ hältniſſe in einem Rückblicke zuſammen, ſo ſtellt ſich herauß andgß urſprünglich das Vorhandenſein der kleineren Gamezoels dar älteren Zeit angehörig, bis in den Anfang des achten Jahrhundarts nachweisbar iſt. Die älteſten hierher gehörigen⸗Gaugeſind Gra hffeld und Saalgau; dann tritt einestheils hierzu dasTuhlifeid mnd es folgen nun bis in den Anfang des 9.Jahrhundertseder Barin⸗ gau, der Weſtergau und der Hgß gauenaufoder andern Seite ader Weringau, das Aſchfeld and der Siung anz viel ſpäter kommt der zum Grabfeld gerechnete Banzgg u vor Untex ider Regierung Ludwigs des Frommen, voxzugsweiſe zuxr eit Poppesn Tndwollgiaht ſich eine Umgeſtaltung⸗ dexen Vorgüngenim⸗Einzelnen aus dem vorham⸗ denen Urkundenmaterjaltſich nicht feſtſtellen laſſenn deren Reſulltatenalier im Großen und Ganzen micht zugpexkeunen ſinde En verſchwindentdir Nameu der früheren Gauen ſo zuerſt den des Weſtergauls ünslich, ſodaun des Barhngau's und der des Tukbifegddund Haßgnus tritt hintey den des Grahfelds zurück, wenn aucheder dessſTullifelds 11411sdagommfu edo guug inirnek dis rüf dnsſiscted 12dDd rncr

¹) Pert, leg. I. 537. ³) Roth, das Beneſicialweſen, Pe 1141,11 90 II121 9 9(