Aufsatz 
Das Kloster Fulda im Karolinger Zeitalter : 2. Buch, 2. Abteilung. Das Grabfeld
Entstehung
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Beſitzungen im Grabfelde in comitatu Adalberti dem Kloſter Fulda vermacht. Die Urkunde iſt ohne Datum, ſie fällt aber wahrſcheinlich noch in die Zeit, wo der Sohn Heinrichs, Adalbert, das Grabfeld verwaltete, indem die Unterſchrift Adalberts, wenn er und ſein Bru⸗ der ſchon Grafen geweſen wären, doch unmöglich erſt hinter die acht Namen der Mönche geſtellt ſein würde. Auch die Urkunde von 901, worin das Comitat Adalbrahts erwähnt iſt, das über Grabfeld und Tullifeld ſich erſtreckt hatte, muß noch auf den Sohn Heinrichs bezogen werden. Wohl aber gelten ſchon die Urkunden¹) von 905 von dem Sohn Pop⸗ po's, Adalbraht oder Adelbert. Wenn wir auch die auf dem Reichs⸗ tage zu Forchheim(903) getroffenen Beſtimmungen über Adelbert, den Sohn Heinrichs, nicht kennen, ſo werden dieſe beiden Urkunden hinreichend Zeugniß ablegen, daß er als Graf des Grabfeldes rechtlich nicht mehr angeſehen wurde, wenn er auch in einem Theile desſelben die faktiſche Gewalt noch ausübte. Das Datum der Urkunde iſt un⸗ ſicher; Schannat hat den Text geändert in 905;²) Dronke vermuthet, daß ſie 906 zu ſetzen ſei. Wir ſetzen ſie 903, wo der König zu Forch⸗ heim war. In Folge der Ereigniſſe trat Adalbraht ſeine Güter, welche in dem Machtbezirke Adelbert's lagen, an das Kloſter Fulda ab und tauſchte dafür andere in entfernteren Gegenden gelegene aus. Daß übrigens auch ſonſt nicht mehr bei dieſer Urkunde an Adalbert gedacht werdeu kann, geht aus dem Umſtande hervor, daß der König den Mann, der ſich gegen die königliche Gewalt offen auflehnte, un⸗ möglichnoster fidelis ac familiaris noch nennen konnte. Die Ur⸗ kunde von 906 iſt nur dann richtig, wenn man den Satz:in pago Folefelda in comitatu Popponis, als einen Fehler des Abſchreibers in der Urkunde nach den Worten: id est,.. und vor Folchaa, Fu- galespurc, Aachiveld, Lillifeld u. ſ. w. einſchiebt. Die Aenderung Folcfeld in Grabfeld würde zwar die ganz unrichtige Bezeichnung der Lage des Kloſters Fulda ändern, aber damit einen neuen Irr⸗ thum begehen, daß ſie das eximirte Kloſter in das Comitat Poppos ſetzt. Im Uebrigen liegen die angeführten Orte Volkach, Vogelsburg, Achfeld(Eichfeld), Lülsfeld u. ſ. w. alle im Volkfelde. Nach anderer Urkunde ¹) lagen ſodann Ueitaha und Fiſch⸗ bach im Tullifeld in der Graſſchaft Adalbraht's, und nach der Urkunde von 922 ³) Soresdorf(Soisdorf im Amte Eiterfeld) und Berahtolfestafta, Wenigentaft oder Großentaft, in der Graf⸗

¹) Dronke, c. d. nr. 648 u. 650. ²) Dümm ler, III. 548. Dronke, c. d. nr. 652. ³) Dronke, c. d. nr. 663.) Dronke, c. d. nr. 670. 4*