Aufsatz 
Das Kloster Fulda im Karolinger Zeitalter : 2. Buch, 2. Abteilung. Das Grabfeld
Entstehung
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die S.⸗O.⸗Grenze des Grabfeldes am rechten Ufer der oberen Fulda bis nach Hettenhauſen der Art zieht, daß Gersfeld und Ro⸗ denbach noch in den Saalgau fallen. Ferner ſcheidet Wenck an der S.⸗O.⸗Ecke des Gau's Grabfeld das Gebiet von Schlüchtern und Herolz aus dem Gau Wettereiba und zieht dieſes zum Saalgau. Nach Weſten legt Wenck den Oberlahngau an dem Vogelsberg herunter bis nach Lauterb ach, ſo daß Angersbach ungefähr an die Grenze von Grabfeld und Oberlahngau zu liegen kommt, während Schannat's Karte das Gebiet von Lauterbach, Eiſenbach, Crainfeld noch mit zu dem Grabfelde rechnet. In ſonſti⸗ gen Theilen ſtimmen die Grenzen im Weſentlichen überein, nur daß Schannat im Norden zwiſchen Fulda und Werra die Grenzen unbeſtimmt läßt, während Wenck hier von der Mündung der Joſſa über die Fulda hinüber bis zur Ulſter⸗Mündung bei Vacha die Grenzen zieht. Von dieſen beiden älteren Karten, mit denen mehr oder minder die übrigen Beſchreibungen und Karten übereinſtimmen, vollſtändig abweichend conſtruirt nun Landau die Gaugrenzen der Wetterau, des Grabfeldes, ſowie auch des Saalgau's. Er dehnt den Saalgau am linken Ufer der oberen Fulda bis nach Löſchenrod aus, wo nach ſeiner Anſicht die Grenzlinie der Wettereiba ebenfalls das linke Ufer der Fulda erreicht und von da an dieſem Ufer bis nach Lüdermünd lauft. Hier zieht ſich nun dieſe Gaugrenze der Wettereiba auch auf das rechte Ufer der Fulda und lauft über die Höhen des Bramforſt bis zur Fulda wieder, an der Mündung der Joſſa in der Gegend von Wegefurt, d. h. ſo, daß hier die Wetterau, der Heſſeng au und das Grab⸗ feld, und bei Löſchenrod Grabfeld, Saalgau und Wetterau ſich berühren. Es würde ſonach das ganze Gebiet längs der Fulda an ihrem linken Ufer von der Quelle bis nach Löſchenrod zum Saalgau und von da bis unterhalb Wegefurt zur Wetterau gerechnet werden.

Prüfen wir nunmehr die Gründe und Beweiſe, auf welche eine ſo ganz abweichende Anſicht ſich ſtützt, indem wir vorerſt andere unter⸗ geordnete kleinere Abweichungen bei Seite ſetzen, und den Hauptpunkt, die Ausdehnung der Wetteraubis an das linke Fuldaufer, und darüber hinaus, und im Norden bis an den Heſſen⸗ gau, in's Auge faſſen. Landau vereinigt die dadurch theilweiſe vom Oberlahngau, theilweiſe vom Grabfelde losgetrennten Stücke in einen Untergau der Wettereiba und gibt ihm den NamenGau des Vogelsbergs. Hier iſt Namen und Sache erfunden. Dagegen bringt er als Beweiſe für ſeine oben angeführte Gaueintheilung neben