Aufsatz 
Das Kloster Fulda im Karolinger Zeitalter : 2. Buch, 2. Abteilung. Das Grabfeld
Entstehung
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hofen, auf welcher bis heute noch der Namen haftet, auch der Ur⸗ ſprung des Namens zurückzuführen ſei. Mit hiſtoriſcher Gewißheit läßt ſich hier nichts entſcheiden. Burggraf Albert von Nürnberg nannte noch 1361 ſeinen Antheil an dem öſtlichen Theile des Grabfeldes, na⸗ mentlich Heldburg, Hildburghauſen, Eisfeld, Königsbergdas Land im Grabfelde.

Dagegen muß man die von Schannat eingeführte Scheidung des Gaues Grabfeld in zwei ſelbſtändige Theile, in ein öſtliches und ein weſtliches, ein für allemal aufgeben, da die Urkunde, wor⸗ auf ſich dieſe Eintheilung gründet und welcher auch Wenck und noch Rudhart folgten, keineswegs zu einem ſolchen Schluß berechtigt,) indem dieſe nur nach den Himmelsgegenden die Lage von Muniriche- stat(Münnerſtadt) in orientali parte Grabfeldonoburgi angibt, während andere Urkunden²) kurzweg denſelben Ort einfach in das Grabfeld ſetzen. Dazu kommt noch, daß von den vielen andern Ur⸗ kunden nicht eine einzige Ortſchaft, die zum Theil öſtlicher, zum Theile auch in derſelben Gegend liegen, anders bezeichnet wird, als ſchlechtwegim Grabfeld gelegen. Mit Recht bietet auch das angehängte Wort burgi einen Stein des Anſtoßes, aber vielleicht auch einen Fingerzeig, die Stelle für verderbt zu halten.

Von den vorhandenen Karten des Grabfeldes ziehen wir hier zunächſt in Betracht die von Schannat in der Buchonia vetus, ſodann die von Wenckc, ſeiner heſſiſchen Geſchichte beigegeben, zwei Karten von Landau, die eine in der Gaubeſchreibung der Wettereiba, die andere in der des Heſſengaues enthalten, und die von Spruner in ſeinem Atlas antiquus. Letzterer, dem auch Rudhart folgt, ſpricht von einerregio Grabfeld und theilt dieſelbe in orientalis und occi- dentalis ein. Wir bemerkten, daß regios) in den Urkunden immer gleichbedeutend mit pagus iſt, daß man es alſo immer nur mit dem einen Gau Grabfeld zu thun hat, deſſen Scheidung oder Be⸗ nennung nach der geographiſchen Lage mit der politiſchen Organiſation keineswegs, wie das unten gezeigt werden ſoll, in Zuſammenhang ſteht. Die älteren Karten ſtimmen in den meiſten Hauptpunkten überein, nur daß Wenck abweichend von Schannat

¹) Schann. trad. fuld. p. 335. Delius in Erſch und Gruber Enchkl 13. 305 und Landau, Territ. S. 137 Note 5.

²) Dronke, c. d. nr. 275. 298.

²) Wait, Verf. III. S. 322. Dronke, c. d. nr. 564, 572, 601, 600: pro- vincia Salagouensium, Grapfeldorum, provincia Tullifeld, woven pagus Sala- gowe und Grapfeld und Tullifeld. Danach wäre auch au beurtheilen, was Schwartz, Programm 1856, S. 15 überin regioem Hessionum ſagt.

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