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des Theoklymenos geschah, wie oben gezeigt, erst später durch XV 222—291, 508— 546,. XVII 45— 106, XX 350— 386. Mit Rücksicht auf die Telemachie wurden ferner ein- gefügt XIII 407— 428 und man las statt der Schlussverse 439 f., die mit Bezug auf XV I gesetzt sind etwa:* εεν ⁵εοέσ αἀάeνως ανxmρ̈ιι dννυνν) der spätere Ursprung von XIV, 174— 184 ist schon durch Obelen angedeutet; während die Ent- scheidung über XV 300— 494, die zur Herstellung des Parallelismus der Zeit gedichtet sind, bis zur Vornahme jener Bücher der Odyssee ausgesetzt werden muss.
Es ist jetzt klar, dass der Widerspruch zwischen dem Auftreten Athenes und der von uns eruirten Telemachie auf diese Weise vollständig gelöst wird. Mit der Einführung der Göttin ist auf beide Motive, die also schon in der Odyssee vertreten waren, Rück- sicht genommen und gleichzeitig der Hinterbalt der Freier verbunden worden, nicht minder waren dem Einschieber dieser Stücke die jüngeren Sagen über Odysseus be- kannt, wie aus den Zusätzen zu dem früheren Programme erhellen wird. Die Ein- führung des Pisistratus als Reisebegleiter des Telemach bot eine bequeme Handhabe, Athene, die auch sonst als Gottheit öfters angerufen wird, als Mentes im ersten, als Mentor im II. und III. Buche die Rolle zur Herstellung des Parallelismus in der Handlung spielen zu lassen, welche zur Einschiebung der Telemachie nöthig war. Es kann jetzt ferner keinem Zweifel mehr unterliegen, dass, da die Zenodotische Leseart Korjh statt Indory nur 1 93, 285, II 214 gefunden, dagegen in den ebenfalls einge- schobenen übrigen Ztellen, worin Athene auftritt, nicht erwähnt wird, das Cretische Exemplar jene von Athene handelnden und eingeschobenen Stellen nicht hatte. Es liess den Jüngling statt zu Menelaus zu Idomeneus reisen ²) und es war in ihm von einer Begleitung des Pisistratus keine Rede. Daher mussten in dieser Ausgabe die Einschiebsel wegfallen, welche zur Herstellung des Parallelismus dienten und durch Athenes Erscheinung in Mentors Gestalt praktisch wurden. Wahrscheinlich hörte Telemach von Idomeneus die Abenteuer seines Vaters, wie solche auch bei Dictys Cret. VI 5 dieser sie jenem erzählt. Wie die Verbindung mit der Odyssee bewerk- stelligt war, bleibt ungewiss. Nur das ist sicher, dass die Erzählung des Nostos von Odysseus, wie er in der heutigen Odyssee steht, alsdann ausfallen musste.
Es erübrigt uns jetzt noch die Erklärung einiger Stellen: I 287— 292= I 218— 223 können wegen ihrer Farblosigkeit und weil sie der eigentlichen Absicht des Tele- mach, die wir oben dargethan haben, widersprechen, nicht aecht sein; dem ur- sprünglichen Plane der Telemachie entsprechen nur die Verse I 293— 302, die den vorhergehenden deshalb auch geradezu widerstreiten, weil sie eben nach Einschiebung der Telemachie in die Odyssee nicht mehr passten und durch jene andern ersetzt wur- den. So kommt es, dass der Einfüger die beiden einen verschiedenen Ausgang des- selben Gedichtes andeutenden Stücke im ersten Buche mit einander verband.
Sicher ist, dass I 374— 380, welche= II 139— 145 sind, an erstere Stelle nicht gehören, weil sie die Freier unnöthig reizen und den Erfolg der Volksversammlung im voraus vereiteln mussten. Die Bemerkung des Didymus zu III 199 f. α ταπόόά⁴ AO⁴ꝙἀ⁴ενεέιν τιοωπν˙ετονννο ο5τοι οε dο σ ενα„νανο 1 1⁶νονν ετν ⁴d'οωʒs(1 301) uεεννν⁴ινννινωαά ενννααε ist dahin abzuäündern, dass die Sache sich gerade umgekehrt verhalten muss, wie schon aus der Entgegnung Telemachs erhellt.
Zu IV 15— 19 wird vom Scholiasten bemerkt: αν τοω⁹ς ε σσιαονιςα τοωνιντονιςι 1e⁴υ &lrι νοωο ιον αἀ³ o Aolordοxou und zu IV 285— 289 0dx„ενντ ½εν dy ᷣoοας O π̈ωναννι—- AOl⁶τααορνρ εςσι νεzet, enel sv TI*⁴⁶ᷣ ο αμάν ναυμοοεοε Arrixdou οπ; beide sind also als spätere Zusätze zu betrachten..
Fassen wir noch einmal das von uns gewonnene Resultat zusammen, so war die Telemachie, in welcher die Nosten der Achäer verarbeitet wurden, ursprünglich ein für sich bestehendes, selbstständiges Epos, dessen Anfang und Schluss ver- loren sind. Letzterer behandelte den Kampf des Odysseus und seines Sohnes gegen
¹) Vergl. I 319, VI 41. Anders Düntzer zur Stelle. ²) Vergl. Düntzer de Zenodoti stud. homeric. S. 104. . 74*


