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Das Endresultat unserer Untersuchung also besteht darin, dass wir die ursprüng- liche Gestalt der auf den Nosten der Achüer aufgebauten Telemachie gewonnen haben. Wir sahen in dem früheren Programme, dass diese Nosten vielfach wörtlich benutzt wurden und ersehen aus der vorliegenden Untersuchung, dass Anfang und Schluss des Gedichtes verloren sind. Da dem Ganzen das erste Motiv zu Grunde liegt, da also Odysseus für todt gilt, die wenigen Freier aus Jthaca stammen und mit der Hand Penelopes nur die Königswürde zu erlangen suchen, da Penelopes Treue unwandelbar ist und sie trotz jener von Nauplius verbreiteten Todesnachricht des Odysseus noch immer auf die Rückkehr ihres Gemahles hofft und deshalb durch eine List Zeit zu gewinnen sucht, während im Gegensatze zur späteren Darstellung auch die Ergeben- heit aller Dienerinnen unzweifelhaft ist ¹): so ist es klar, dass ein solches Gedicht. nicht in die von den Ausflüssen des zweiten Motives bereits zersetzte Odyssee passte. Fügen wir noch hinzu, dass Telemach, der in der Volksversammlung in seiner Absicht, die Freier zu vertreiben, nicht genügend unterstützt wird, die Reise nach Pylos und Sparta vergeblich unternimmt, so ist bezüglich des Ausganges des Gedichtes zu be- merken, dass, so wie der Zweck der Volksversammlung war, das Volk gegen die Freier zum Kampfe zu reizen, so es Zweck seiner Reise ist, nicht nur Erkundigungen über seinen Vater einzuziehen, sondern auch die gewaltsame Vertreibung jener vorzube- reiten. Denn zahlreiche Aeusserungen weisen direkt darauf hin, dass Teiemach etwas derartiges beabsichtigte ²), die Stelle aber, worin Halitherses die Erscheinung der zwei Adler, welche aus dem Gebirge kommen, so deutet, dass den Freiern und vielen andern Jthakesiern Verderben drohe, kann mit Eustathius nur auf Odysseus und Telemach be- zogen werden. ³) Es ist dabei wohl zu bedenken, dass hier nur von den Jthakesiern und den Freiern aus Ithaka einzig und allein die Rede ist, dass Vater und Sohn als Rächer zusammengefasst werden, dass vielfach die That des Orestes mit Bezug auf Telemach, der etwas Aehnliches thun soll, angeführt wird 4), dass endlich an den ein- geschobenen Stellen nur ein Vogel, der nur auf Odysseus allein gedeutet werden kann, ge- nannt wird. 5) Wenn daher auch die Reise Telemachs resultatlos verlief, so muss er in dem verlorenen Schlusse des Gedichtes zu Hause und zwar vielleicht bei Eumäus seinen Vater getroffen und beide müssen im Bunde mit andern die Freier getödtet und die Ithakesier besiegt haben! Kurz der Schluss der Telemachie war ein ganz andrer, als der Kampf des Odysseus und seines Sohnes gegen die Freier in unsrer Odyssee. Es ist leicht begreiflich, dass ein solcher Schluss gar nicht in die bereits vorhandene Odyssee hineinpasste und dass in dem Gedichte selbst manche Veränderungen nöthig waren, wenn es überhaupt eingefügt werden sollte. Zu diesem Behufe wurden folgende Einschiebungen vorgenommen, die wir erst kurz aufzühlen wollen, ehe wir die dabei zu berücksichtigenden Punkte durchgehen: I 80— 324, 405— 420, 428- 444; II 131 f. sind die zwei Halbverse rανο ⁴έες νονμι ναςα] dε by 1νιννε und 134— 137 zugesetzt; 218— 223; in 245 trat die Aenderung von αυσοοσοσαιQ in εν˙εασαει ein; 251, 262— 297, 318— 320, 327, 359— 372, 381— 406, 416— 418, 430— 434. III 12—30, 36— 64, 76—78, 209, 212 f.; in 216 f. wurden droztoeue und oνν in diortoszat und 5 pe geändert, 229— 242, 330— 385, 417— 469; IV 1— 14, 319— 321, 335— 340, 498, 548— 569, 620— 847; V 1— 27; XV 1—119, 147— 183, 299 f. 497, wurde s 1αμαενα in elg dνονꝙ geäündert und 500— 507 und 547— 557 Zur Einfügung der Telemachie hinzugedichtet. UIm diese mit dem übrigen Gedichte noch enger zu verknüpfen waren ferner XVI 13— 40, XVII 27— 44 und 107— 149 und 166 nöthig. Die Einfährung
¹) Vergl. IV 719 f. XVII 33 ff., welche Stellen freilich vom Einfüger der Telemachie stammen. ²) I 269 ff., 293— 302, 372 f., II 143 ff., 163— 169, besonders 314— 317, 325, III 205 ff., 216 f. [amoriaeat und b †*), IV 161—167. Dieser ursprünglich der Telemachie eigene Gedanke ist aber nicht nur in der Einleitung vom Einfüger verwendet, sondern kehrt auch noch später wieder: XVI 375 ff. und in dem noch spätern Einschube über Theoclymenos spricht Telemach offen diese seine Absicht aus, XVII 82 f. ³) II 146 ff. vergl. 163 ff. Schol. und Eustath. 1438, 57. ⁴) Vergl. besonders I 293 ff. und III 196 ff. und 201 ff. ⁵) XV 174 ff., 525 f., XIX 538 ff.


