21 Vers 231 ε⁴% ε⁴, heisst es von 232— 238 εoοiννι⁴αν σα⁴᷑α πd und erscheinen. 241 f. mit dem Obelos versehen, während 244— 246 als ε◻οιει athetirt werden. Die Rede Telemachs war demnach mit 228 nicht zu Endc, sondern wurde mit 243 fortge- setzt, dem sofort die Anrede in 247 folgte.
An der weiteren Erzählung ist wenig mehr zu tadeln. Erst 330— 385 tritt Atbene wieder auf. Da es schon 329 dunkel wird, was sie 335 in lästiger Weise wiederholt, so erwartet man, dass die Leute auch ohne Athenes Aufforderung nach Hause gehen. Ueberdies hat sie Nestor gar nicht angeredet und Telemach erwiedert nichts auf des Alten Vorschlag. In 343 f. ist plötzlich wieder von Telemach und Athene die Rede, die zur Ruhe nach dem Schiffe gehen wollen, obgleich Nestor vorher so spricht, als ob alle Gefährten des Jünglings anwesend seien und Athene nicht. ¹) Diese Inconsequenz tritt auch im Folgenden zu Tage; denn 346 f. will er die Frem- den, 352 f. nur Telemach zurückhalten. Es geschah dies natürlich in der Absicht, um den Weggang Athenes vorzubereiten. Was der Göttin Ermuthigungen und Mit- theilungen bei den Gefährten des Telemach sollen, ist nicht ersichtlich. Ganz wun- derbar aber ist es, wenn Athene, die sich eben noch zum Schiffe und am folgenden Tage zu den Kaukonen natürlich als Mentor begeben will, plötzlich im Widerspruch damit einem Seeadler gleich davonfliegt und darauf Nestor sie erkennt, ohne dass
Telemach etwas dazu bemerkt, obgleich er sie doch auch am vorhergehenden Tage
erkannt haben soll. Die Versc 382 ff., mit welchen das Opfer des folgenden Tages angedeutet wird, sind aus Jl. X 292 ff. genommen, so dass wir, da 386 sich vorzüg- lich an 329 anschliesst, die Verse 330— 385 als Zusatz des Dichters bezeichnen müssen, der die Verschmelzung der Telemachie mit der Odyssee vornahm. Ausserdem ist aber noch zu bemerken, dass, nachdem Nestor einmal die Fremden als seine Gäste em- pfangen hatte, sie selbstverständlich in seinem Hause übernachten mussten.
Damit fällt auch das Opfer 417— 469 hinweg. Ganz dasselbe, was Telemach 416 thut, geschieht nochmals 469; warum aber hat er das Bad nicht vorher genom- men, ehe er sich überhaupt in die Versammlung begab? Da man die Gefährten des Jünglings am vorhergehenden Tage nicht zu dem Feste hatte holen lassen, so war es jetzt für den kurzen Abschied erst recht überflüssig. Das Stärkste aber, was der Dichter uns bietet, ist das, dass die Göttin Athene persönlich beim Opfer ohne ver- mittelnde Gestalt sich betheiligt haben soll. Nach Tilgung des Einschubes, der auch mit demselben Verse beginnt(417= 474) gewinnt die Erzählung einen vortrefflichen Abschlilluss.
Wir haben jetzt, nachdem Athenes Erscheinung, welche auf dem zweiten der Odyssee fern liegenden Motive aufgebaut wurde, beseitigt ist, auch die grössten Wider- sprüche schwinden sehen, die uns auffielen; ja die Lesearten bestätigten direkt unsere
¹) III 69 ff., 199, 211, 254, 313 ff.; womit das Gebet Athenes zu vergleichen ist III 60 f.


