Aufsatz 
Die ursprüngliche Gestalt der Telemachie und ihre Einfügung in die Odyssee / von Ludwig Adam
Entstehung
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sondern verstehen es von den Freiern, die auch 251 in l πQ2 ε,αοασιοπ&ʒd ãοo gemeint sind. Die Erklärer haben übersehen, dass, nachdem Mentor 241 erklärt hatte: .αοοοοσ τιυυασπηοᷣς εααmQσσere 1⁴ιοο εdteg, also die geringe Zahl der Freier selbst zugestanden hatte, einer statt dνοdoο α τπταν⁶οοσσ las dνοdοσ ναα νπμα⁴εdeνo um den Sinn zu gewinnen:Schwierig ist's, mit Männern, zumal mehreren, ums Mahl zu kümpfen und auch 251 einschob, um die grosse Zahl der Freier recht hervortreten zu lassen. Ausserdem beweisen der treffliche Sinn, den wir erhalten, wenn wir d⁴οdo*να πά⁴νσασα ldesen und 251 tilgen, dass diese Antwort des Leiokritus auf die drohenden Worte Mentors allein passt. Denn jetzt entspricht die Leseart dem vorhergehenden Verse 241 und die Stelle gibt den trefflichen Sinn:Schwierig ist's, mit Männern, auch wenigen, um das Mahl zu kümpfen. Wir stimmen Düntzer bei, der den Einschub von 251 durch 245 veranlasst hält und können auch hierin nur eine absichtliche Aenderung des Textes erkennen, um eine grössere Zahl von Freiern zu gewinnen, zumal für 251 nicht weniger als 4 verschiedene Lesearten sich finden. Wir begreifen jetzt recht wohl, wesshalb Aristophanes den Vers I 424 dy zr² œxνxεsονες εέασσ lzO Exaorog, wonach also die Freier alle in lthaka wohnten, in d¹h 16 ε οα⁶σ ⁰0led dmνο dοον εovro änderte ¹) und wesshalb er II 322, 1ννοσνπις ϑε§dονμ Qυιαάα⁴˙ dr νονι, was sonst Diener und Dienerinnen thun, athetirte. Ein Grund wird nicht angegeben: d.ϑρειμιαεμεμαα m meμμιιτ ⁶⁸. 100 96τ6̈ ε 2 2oασιοισσνφε²) Wie richtig und gut aber der Vers hier steht, beweisen 299 f., nach welchem die Freier selbst schlachten.

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Nachdem wir so eine sichere Basis für ein weiteres Vorgehen gewonnen und ge- sehen haben, dass sowohl die grössere Zahl der Freier, als die Darbringung von Ge- schenken, dass der zweifelhafte Charakter Penelopes, das Drängen ihrer Eltern zur Wiederverheirathung, das Gebahren der Mägde, die Ungeduld des Telemach, weil seine Mutter nicht sein Haus verlässt, die der Göttin unwürdige Darstellung, wie sie die Freier zur Verspottung des Odysseus veranlasst und später beim Kampfe erscheint, ein Ausfluss und eine Folge des zweiten Motives sind, nach welchem Odysseus seine Frau bei seinem Abzuge nach Troja aufgefordert hatte, wieder zu heirathen, wenn ihr Sohn erwachsen sei, dass ferner in diesem Motive das Schicksal des Helden ganz und gar als ein ungewisses angenommen werden musste, dass es sich für die Freier um die Hand der durch Athene verschönerten und mit Jugendfrische geschmückten Penelope einzig und allein handelte; dass also eine Rache des Odysseus gar nicht möglich war: so stellen wir diesem das erste entgegen, das der Grund der eigentlichen Odyssee ist und allein die Rache ermöglichte und als Veranlassung des Aufenthalts der Freier im Palaste des Odysseus die durch Nauplius verbreitete Todesnachricht des Helden kennt. Hier handelt es sich um die Königskrone in Ithaka, die nur mit

z) Schol. Od. I 424. ²) Schol, II 322.