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9eoœmπνενονπνα εμά‿ντοο, sagt Eustathius, zuꝛ 2 d 1νν oi αᷣανod Igyoyres dε d*οα υιαος et 2νννααάςν εα³ νπκννσυνmσνσες οεσ⁷κ 1.ρα⁴ tε lα* πOπηασαι⁴εσεισ, 3*ε9ey„Mrει⁴έ⁶ εκο, emoοiννοευων dmναεο εmiνσε. Um also eine unbequeme jüngere Sage zu verdrängen, scheute man sich nicht, eine noch jüngere daraus zu schaffen, was um so leichter werden mochte, da ja Orestes auch in Athen Freisprechung von seiner Schuld gefunden haben soll ¹) und an mehreren Stellen der Odyssee das deut- liche Bestreben zu Tage tritt, die Stadt Athen zu verherrlichen. ²)
Fassen wir nun das Resultat unsrer bisherigen Untersuchungen zusammen, so konnte in der Telemachie, welche ganz jungen Ursprungs ist und zu deren Gewinnung der Verfasser sich eines andern Gedichtes, der Nosten, bediente, von Odysseus in so- fern keine Rede sein, weil in jenen Nosten Minervas Zorn, in dem des Odysseus da- gegen Poseidons Groll das wirkende Motiv ist. Die von Odysseus handelnde Stelle kann also nur desshalb eingesetzt sein, um die Telemachie mit der Odyssee in Ver- bindung zu bringen. Wir werden daher in Folgendem nachzuweisen versuchen, dass Aenderungen des Textes vorgenommen wurden, um die Widersprüche des Gedichtes mit der Odyssee möglichst zu verwischen und dass die Rolle Athenes nur dazu dient, die Telemachie selbst dem grösseren Gedichte einzuverleiben. Diese Vermuthung lag um so näher, da, wenn das Auftreten Athenes im I. Gesange erst nach den LEreig- nissen des II. gearbeitet, also, wie Kirchhoff behauptet, später ist, nur die eine Er- klärung übrig bleibt, dass man eben darin den Kitt für Telemachie und Odyssee zu suchen häbe. So viel sei für jetzt bemerkt, dass wir auf einem andern Wege ganz dasselbe Resultat erzielt haben, wie auch Kirchhoff, ein Resultat, das uns wunderbare Blicke in die Werkstätten der epischen Poesie der Griechen überhaupt thun lässt.
Es ist bekannt, dass in der Odyssee bald Odysseus für todt gehalten wird, bald
noch Hoffnung auf seine Wiederkunft da ist; ja dass ein und dieselbe Person eben
noch fest an seinen Untergang glaubt, um gleich darauf wieder die Möglichkeit seiner Rückkehr auszusprechen. ²) Man sollte meinen, das habe seinen ganz natürlichen Grund in der wechselvollen Stimmung des menschlichen Herzens, das unter solchen Umständen, wie sie im Hause des Odysseus walteten, bald von Muthlosigkeit bald von fröhlicher Hoffnung beherrscht war. Dass dem nicht so ist, ergibt sich aus an- dern Erwägungen. Die Verschiedenheit in der Zahl der Freier, deren bald viele, bald wenige angeführt werden, die Widersprüche im Charakter der einzelnen Personen z. B. der Penelope, die im XVIII. Buche Geschenke von den Freiern zu erpressen sucht, während wir an einer Masse von Stellen lesen, dass die Freier das Vermögen des Odysseus ohne Ersatz verprassen, der Umstand, dass Athene selbst im XV. Buche alles Mögliche dazu beiträgt, den edlen Charakter Penelopes zu verunglimpfen, ja
¹) Tzetz. in Lyc. Cass. 1374. ²) Vergl. besonders Od. VII. 80. ³) Z. B. Telemach hofft auf die Rückkehr seines Vaters: I 114 ff., 135, 163. XV 154 ff., 179 ff.; er hült ihn für todt: 1 166, 234, 241; XV 265 ff.


