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gezeigt haben, die Telemachie überhaupt auf einem andern, theilweise wörtlich be- nutzten Werke, den Nosten, beruht. Endlich aber darf es keineswegs übersehen wer- den, dass auch die Insel Qyulin, wie Antimachus statt Qyvyly las, ¹) in Cretas Nähe liegt und dass auch Gudos, wohin Callimachus den Wohnsitz der Nymphe Calypso verlegte, ²) der Heimat des Idomeneus sehr nahe ist. Alle diese Umstände, die in einem gewissen Zusammenhange stehen, sind mehr als blosser Zufall und weisen deut- lich auf die jüngere Odysseussage hin, wie noch aus folgenden Punkten erhellt.
Von der Stadt Ephyra, ³) welche von den Alten in verschiedene Gegenden ge- legt wurde, bemerkt der Scholiast zu II 328 xã 1△ ν(εαmσσοτiς, o0g de 2„1 17)„ KG6Olννονν ενεt„do μεᷣαοωα⁴ενσ Kixuο. ¹) Dass nur dieses gemeint sein kann, ergibt sich aus Od. I 259 und dem Scholiasten zu dieser Stelle, nach welchem zwar Ilos des Pheres und nicht des Mermeros Sohn ist, aber der Reichthum an giftigen Kräutern in jener Gegend von der Anwesenheit Medeas stammt. ⁵) Da nun nach der älteren Sage Jason und Medea nach Jolkos zurückkehrten, ausserdem aber von ver- gifteten Pfeilen und deren Zweck die Rede ist, ⁵) so können wir auch hierin nur die Spur der jüngeren Sage sehen, deren Zeit sich eben so sehr in den Stellen zeigt, die von Hellas als Gesammtgriechenland sprechen. Es geschieht dies I 344, IV 726, 816, die wir für ächt halten und von denen wir behaupten, dass ihr Verfasser wohl wusste 11* ö41 Sn*⁴εωνοη nντμι εαοναμν, obgleich Aristonikus jene Verse in Ilias und Odys- see als véôα bezeichnet. ⁷)
Nicht minder scheint die Anführung der Stadt Teιεςοσ, ³) die nach Steph. Byz. auch T6.⁴α⁴ααςα hiess, 5) einem besonderen Grunde zugeschrieben werden zu müssen. Der Scholiast sagt zur Stelle: r6 4ν˖ ◻Sν 01νανκοοο⁷εε, viy TéunaM vadoνεεν Boevryoia und Eustathius Auο⁶eνοανσσνυ⁴εσρρ⁵σ τον ε zal dirν, gy; za2„Oο II01110 0,εοσ α ι³0òx, dy Olelaælas d. οε ε. ¹⁰) Also zeigen sich auch hier Spuren der späteren Odysseussage. ¹¹)..
Nach diesen Erwägungen tragen wir nunmehr kein Bedenken für die Richtigkeit der Zenodotischen Leseart dω Dxαmν statt der Aristarchischen dn A*νμυν ¹³) einzutreten, in der wir nur eine willkührliche Aenderung erblicken können. Denn, da der Scholiast bemerkt: eæei ydo vœτνεέι ορσσοο, ele dv dveroεꝓρεo Oεασυννα ε νέεσςονς, AO⁴ασαι⁴εσςσοο dε, dνν an AoOνναiiε, so ergibt sich, dass Aristarch wegen der jüngeren Sage die Aenderung vornahm. Auf wie schwachen Füssen die- selbe aber steht und wie eben jene Sage von Strophius hier nur gemeint sein kann, geht aus der Berufung auf Od. VII 80 und einer Bemerkung bei Eustathius ¹⁵) her- vor, die mit den Worten des Scholiasten emαedero koας νε übereinstimmt.
¹) Schol. Od. I 85. ²) Strabo 44 u. 299. ⁴) Od. I 259, II 328. ⁴) Eustath. 1448,33.) Eustath. 1415,50. ⁶) Schol. Od. I. 261 vergl. XXII 118.*) Schol. M. IX. 395. ³) Od. I 184. ⁹) 599,8 s. v. Taudãaos. ¹0) 1409,2. 1I) Vergl. Paus. Eliac. II 6, Strabo 255, 256, 551, Taetz. in Lyc. Cass. 1068. Poli- tes wird als Gefährte des Odyssens X 224 gevannt. ¹²) III 307. ¹3) 1469,38,
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