Aufsatz 
Die ursprüngliche Gestalt der Telemachie und ihre Einfügung in die Odyssee / von Ludwig Adam
Entstehung
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04 d τευαενντιαιοο υο εν τυνν νεd zœiτ⁴(133 f.) sl μιετεινννννενμιέηνι‿) Eine genaue Erwägung musste ihm vielmehr sagen, dass zwischen den Versen 109 und 110 der ganze Nostos des Odysseus ausgefallen sei und dass, da dieser ein Ausfluss des Zornes Poseidons ist, die ganze Stelle sowie jene andere in der Erzählung des Proteus mit dem Zorne Athenes nichts gemein haben könne. Ein weiterer Beweis für den Einschub jener Stellen über Odysseus liegt in den Worten des Menelaus und in der Antwort des Telemach, die er dem Theoklymenos gibt, wonach er von Menelaus über seines Vaters Aufenthalt nichts gehört haben kann. ²)

Die Verse IV 512 520, welche zu verschiedenen Erklärungen, ja sogar zu Um- stellungen Veranlassung gegeben haben, glauben wir noch heute schützen zu sollen. ³) Der Dichter hat hier von 514 an den Nostos des Agamemnon wörtlich benutzt, durch 512 f. aber summarisch den Anfang der Heimkehr des Anführers zu ersetzen gesucht. Selbstverständlich war Agamemnon auch von dem Sturme betroffen worden, sonst, wäre Junos Eingreifen nicht nöthig gewesen. Jener Sturm trieb ihn nach der Insel Cythera, wo Aegisthus nach dem Berichte der Alten ein Besitzthum hatte. ⁴¹) Die Ent- fernung dieser Insel vom Festlande rechtfertigt sehr wohl die Worte des Dichters: 9⁴ε⁵dα eνπιο eπιινα tòer Saot rsydxovra dooν εν εoarus und die Worte re d*α νιέαιν εραdvero»6Gοτοο dππημυν lassen gar keine andere Auslegung als die von den Alten gegebene zu. Nur das eine scheint noch betont wer- den zu müssen, dass nach der Darstellung der Odyssee die Ermordung Agamemnons nicht in Mykenä stattgefunden haben kann. Denn Eustathius bemerkt ganz richtig) rijs ατσοε⁴o M*νεᷣ mQπασνεες oνκ ε†ρα ενπινμιν☚α H6 Sαασαeνςε ⁴ο να εν ν⁴οσιπν εέ̈ρεέa d.παιασι. Halten wir nun damit die Darstellung bei Homer IV 528 ff., wonach Aegisth sogleich erscheint, um den Helden abzuholen, zusammen, so könnte man leicht ver- muthen, dass in Midea den Agamemnon das Todesloos ereilt habe, da nach Apollodor diese Stadt den Söhnen des Pelops von Sthenelos geschenkt worden war,) und Aegisth erst nach der Ermordung Agamemnons über Mykenä die Herrschaft erhielt. (Od. III 300 ff.)

Die in dem früheren Programme*) ausgesprochene Vermuthung über die Zuge- hörigkeit dreier vom Scholiasten des Euripides angeführten Verse zu den vom Dichter der Telemachie benutzten Nosten ziehe ich jetzt zurück, da die Dindorf'schen Scholien mich eines bessern belehrt haben.)

Wichtiger sind für die Kritik der Telemachie die Verse III 286300. Nach 291, 297 und 299 wird Menelaus mit fünf Schiffen schon bei Malea von den übrigen ge- trennt. Die Mannschaft der letzteren leidet Schiffbruch, rettet sich aber nach Kreta

¹) Vergl. Nitzsch, Anm. z. Odyss. Bd. II. S. 20 f. ²) IV 108 ff. 181 ff., XV. 268. ³) Nitzsch, Anm. Bd. I. S. 279 f.; Nitzsch, Sagenpoesie S. 114 Anm.; Nitzsch, Geschichte der ep. Poesie S. 287; Bekker, Odyssee-Ausgabe.) Schol. Odyss. IV 517; Eustath. 1507, 43.) 1507, 47 vergl. Odyss. IV 496 f.) II 4,5,5.*) S. 9. ³) Eurip. Orest, 249 Schol.. 1