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1) Das Angenehme, welches die Verrichtungen des Koͤrpers befoͤrdert, und im Genuſſe gefaͤllt, wie dem Durſtigen der Trunk; dem Muͤden die Ruhe. Das Gegentheil des Angenehmen iſt das Unangenehme.
2) Das Bildende, welches Vollkommenheit im Wiſſen und Koͤnnen bringt, wie die Kunſt des Schoͤnſchreibens, die Loͤſung einer mathematiſchen Aufgabe. Das Nichtbildende, das Gegentheil des Bildenden, verhindert entweder die ent⸗ ſtehende Bildung oder zerſtoͤrt die vorhandene.
3) Das an ſich Gute, welches als Geſinnung oder That mit der Ver⸗ nunft uͤbexeinſtimmt. Das Gegentheil davon iſt das an ſich Boͤſe, die Suͤnde, das Laſter.
4) Das wozu Gute oder Nuͤtzliche, welches als Mittel zum Angenehmen, Bildenden oder an ſich Guten gefaͤllt, wie das Geld als Mittel zum Ankaufe von Speiſen oder Buͤchern, oder zur Unterſtuͤtzung der leidenden Armuth. Das Gegentheil davon iſt das Nichtnuͤtzliche.
5) Das Reinſchoͤne, welches ohne alle andere Ruͤckſicht allein wegen ſeiner Form gefaͤllt, wie eine aus unanſehnlichem Steine gemeißelte Bildſaͤule. Das Gegentheil davon iſt das Reinhaͤßliche, welches allem ſeiner Form wegen miß⸗ faͤllt. Gemiſchtſchoͤn heißt ein Gegenſtand, wenn das Wohlgefallen an ſeiner Form noch mit andern Vorſtellungen zuſammenſchmilzt, wie das Wohlgefallen an der Form einer Zeichnung mit einer gewiſſen Anmuth des Kolorits. Noch unterſcheidet man freie und anhangende Schoͤnheit. Jene legt man einem Ge⸗ genſtand bei, wenn das Wohlgefallen an ſeiner Form durch keinen Begriff ſei⸗ ner Zweckbeſtimmung beſchraͤnkt wird, z. B. einer Pflanze; dieſe, wenn die ge⸗ nannte Beſchraͤnkung Statt hat. So kann etwas an einem Luſthauſe ſchoͤn ſeyn, was an einer Kirche nicht ſchoͤn iſt, und umgekehrt.
Das Schoͤne kann mit noch einer andern Art des Wohlgefälligen oder mit mehreren Arten deſſelben, z. B. mit Nuͤtzlichem, Bildendem u. ſ. w. verbunden vorkommen. Dadurch wird nun zwar das Wohlgefallen am Gegenſtande er⸗


