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der Kämpfer gleicht dem der Holzhacker, II 633. Achilles und Hektor gleichen dem Verfolger und Flücht⸗ ling im Traum X 199, cf. X 207. Achilles treibt die Roſſe über die Leichen der Troer wie der Dreſcher die Rinder über das Saatfeld 495. Derſelbe wird vom Waſſer des verfolgenden Flußgottes ereilt wie ein Sauhirt oder Grabenarbeiter— 257, 282— Odyſſeus ſpannt den Bogen ſo leicht wie der Sänger die Saiten, 406.
Eine andere Reihe von Gleichniſſen ſind der Teilnahme an fremdem Schickſal gewidmet. So beweint Patroklus das Unglück der Achaeer vor Achilles, wie ein Mädchen weint, das von der Mutter aufgenommen ſein will, II 7. Achilles klagt um P. wie ein Vater um den Sohn, Y, 222, cf. o, 172, x 17
Der Jammer der Troer um Hektor gleicht dem Jammer der Bewohner einer brennenden Stadt, X 410
Des Odyſſeus Klage bei dem Geſang des Demodokos ſchallt wie die Klage der Wittwe um den gemordeten Gatten, d 523.
Achilles ſtaunt beim Anblick des Priamus wie man erſchrickt bei dem eines laudflüchtigen Mör⸗ ders. Q 480.
Ferner wird die Sehnſucht des Odyſſeus nach dem Sonnenuntergang verglichen mit der des hungrigen Landmann's» 31, ſeine Kunſt der Erzählung gleichgeſtellt dem Reize eines geſungenen Liedes 406.
Die Schwatzhaftigkeit wird abgehandelt in der athetirten Stelle 251 und 27.
83 Menſchen mit Tieren.
Wie im iraniſchen Heldenlied der Elefant, ſo iſt im homeriſchen der Löwe das Lieblingstier epi⸗ ſcher Vergleichungsluſt und nimmt mehr als den dritten Teil des geſammten tieriſchen Analogieenapparates in Anſpruch, obwohl außer dem König der Tiere noch eine ſtattliche Reihe von wilden und zahmen Beſtien in Bewegung geſetzt wird: Wilde Schweine, Wölfe, Panther, Schakale, Hunde, Pferde, Eſel, Maultiere, Rinder, Schafe, Ziegen, Hirſche, Rehe, Haſen, Adler, Falken, Geier, Habichte, Tauben, Seehühner, Gänſe, Kraniche, Reiher, Schwäne, Nachtigallen, Schwalben, Droſſeln, Fledermäuſe, Fiſche, Schlangen, Fliegen, Heuſchrecken, Bienen, Weſpen, Cicaden, Regenwürmer, Polypen und endlich verſchiedene andere Arten, die noch nicht genau genug in ihrer Eigenthümlichkeit erkannt ſind, um ſie mit hinreichender Sicherheit in eine anerkannte Species einzureihn; ungefähr ebenſoviel Gleichniſſe fallen auf den Löwenanteil des Herrſchers der Quadrupeden als überhaupt außer ihm Tierarten genannt werden, nemlich einige dreißig; und ſo ſpricht ſich auch in Behandlung animaliſcher Verhälniſſe die monarchiſche Tendenz des herviſchen Zeitalters deut⸗ lich aus. Selbſt die Qualität der Gleichniſſe beweiſt eine Vorliebe des griechiſchen Dichters für den Löwen.
Der Löwe.
Es ſind hauptſächlich zwei Eigenſchaften, in Beziehung auf welche die homeriſchen Helden mit dem Löwen verglichen werden, einmal die Erbarmungsloſigkeit des ſeinen Hunger und Blutdurſt an ſchwächern und wehrloſen Tieren ſtillenden Wütherichs, und zweitens die Kraft und Kampfluſt gegenüber ebenbürtigen. auch überlegenen Gegnern.
In die erſte Kategorie gehören folgende Gleichniſſe:
Menelaos freut ſich beim Anblick des Paris wie ein Löwe über fette Beute, Hirſch oder Ziege T, 23
Diomedes gegen die Troer wie der Löwe ſich ſtürzt auf zuſammengeduckte Schafe E 136.
Derſelbe gegen zwei Söhne des Priamus wie der L. auf Rinder E 161.
Derſelbe und Od. ſtürmen durch Blut und Nacht= 2 Löwen K 297; Diom. unter den Thrakern= L. unter Kleinvieh K 485.
Agamemnon dem Löwen, der den hinterſten Stier der Heerde faßt und zermalmt A 172.
Troer= Löwen 0 592.
Hektor wüthet unter den Griechen wie ein Löwe unter weidenden Rindern 0 630.


