Aufsatz 
Bemerkungen zum englischen Anfangsunterricht nach Gesenius-Regel, Englische Sprachlehre, Ausgabe B
Entstehung
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II. Schulnachrichten.

l. Ruratorium.

. Oberbürgermeister Dr. H. Gassner, Vorsitzender. . Geh. Kommerzienrat St. K. Michel.

Geh. Oberschulrat G. Weihrich.

. Professor J. Schlenger.

. Professor Dr. F. Roemheld, Direktor.

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Sitzungen fanden statt:

1. Am 24. Juni 1901. 2. 18. November 3. 23. Dezember 4 31. Januar 1902.

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2. Zur Geschichte der Sehule.

Der Anfang des Schuljahres fiel auf den 15. April. Die Errichtung der II. Seminarklasse(vergl. S. 13) machte die Anstellung eines zweiten Neuphi- lologen notwendig. Als solcher wurde durch Allerhöchstes Dekret vom 18. April 1901 Herr Oberlehrer

Dr. Büttner an die Schule berufen.

Hermann Büttner, geboren am 30. Mai 1866 zu Biedenkopf, widmete sich, nachdem er Ostern 1884 an dem Gymnasium zu Büdingen die Maturitätsprüfung bestanden hatte, teils zu Freiburg i. B., teils zu Strassburg i. E. dem Studium der neueren Sprachen und unterzog sich auch an letztgenannter Hochschule im Herbste 1889 der Staatsprüfung, in der er sich die volle Lehrbefähigung in der deutschen, englischen und französischen Sprache sowie in philosophischer Propädeutik erwarb. Von Herbst 18891890 leistete er an der Wöhlerschule zu Frankfurt a. M. sein Probejahr ab und war dann bis Ostern 1891 an derselben Anstalt als wissenschaftlicher Hilfslehrer thätig. 4 Alsdann vertrat er, nach einjährigem Aufenthalte in England, im Winter 1892/93 den erkrankten Lektor für englische Sprache an der Universität Strassburg, worauf er von Ostern 1893/94 zunächst provisorisch und späterhin definitiv an der städtischen Realschule zu Wolfenbüttel angestellt war. Die folgenden Jahre verbrachte er aus Gesundheitsrücksichten grösstenteils in der Schweiz, bis er am 8. Oktober 1898 der Grossherzoglichen Real- und Landwirtschaftsschule in Gross-Umstadt als provisorischer Lehrer zugewiesen wurde. Seine definitive Anstellung an dieser Anstalt erfolgte durch Allerhöchstes Dekret vom 22. Januar 1899, seine Berufung an die Höõhere Mädchen-

schule zu Mainz im Frühjahre 1901. Durch ministerielle Verfügung vom 15. März 1901 wurde Frl. Marie Schöppler die Verwaltung

einer Lehrerinnenstelle an unserer Anstalt übertragen.

Marie Schöppler, geboren zu Mainz am 13. März 1874, besuchte zuerst in ihrer Vaterstadt das Institut der Fräulein Brecher und dann zwei Jahre lang das Grossherzogliche Lehrerinnenseminar zu Darmstadt, wo sie sich im März 18902 der Prüfung für das höhere Lehrfach mit Erfolg unterzog. Nach dreivierteljährigem Aufenthalte zu Folkestone in England und daran sich anschliessendem fünfmonatigen Aufenthalte in Frankreich kehrte sie nach Mainz zurück, wo ihr im November 1895 die Erlaubnis zu teil wurde, als Hospitantin an der Höheren Mädchen- schule einzelnen Unterrichtsstunden beizuwohnen. Von Ostern 1898 an war sie, bis zu ihrer Ernennung zur Schul- verwalterin, als Hilfslehrerin an dieser Anstalt beschäftigt.