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eines Organs 1) ein Theil der Subſtanz der betheiligten Muskeln und Nerven verbraucht, dadurch die Mauſerung(Stoffwechſel, welcher, wie der Name ſchon andeutet, in einem un— unterbrochenen Wechſel der Materien unſeres Körpers, in ſeinem ſteten Verjüngen und Abſterben der Körperſubſtanz beſteht,) befördert und die nachbildende Neubildung begünſtigt. 2) Durch Muskelzuſammenziehungen wird ein Druck auf die benachbarten, zwiſchen den Muskeln ver⸗ laufenden Blut- und Lymphgefäße ausgeübt, und ſo der Blut- und Lympfumlauf befordert. Beſonders iſt dieſe Druckwirkung auf den Blutlauf in den Blutadern, in welchen das Blut zum Herzen ſtrömt, gerichtet. 3) Die Thätigkeit willkührlicher Muskelnerven theilt ſich in den Nervenmittelpunkten(beſonders im Rückenmarke) den Nerven unwillkührlicher Muskeln mit, und ſo entſtehen Mitbewegungen in den Verdauungsorganen, wie im Herzen, den Athmungs- und Verdauungsapparaten, durch welche die Thaͤtigkeit dieſer Organe(der Blutlauf, das Athmen, die Verdauung) gefördert wird. 4) Durch den Zug der Muskeln an den Knochen und Knor⸗ peln, welche ſie in Bewegung ſetzen und an welchen ſie angeheftet ſind, wird auf die Ernäh— rung und Geſtaltung dieſer einiger Einfluß geübt; ſie werden ſtärker und feſter, die von ihnen umſchloſſenenen Huͤllen weiter.— Nach dem Bewegen findet 1) die Entfernung(Mauſerung) der alten beim Bewegen verbrauchten Muskel⸗ und Nervenbeſtandtheile Statt. Die Manſerſtoffe werden im Blute unter Wäͤrmeentwickelung vorzugsweiſe zu Harnſtoff verbrannt und dann mit dem Harn aus dem Koͤrper entfernt. Deßhalb erhöhen Bewegungen die Körperwärme und vermehren den Harnſtoffgehalt des Harnes. 2) Der Blutzufluß zu den gebrauchten Theilen ſteigert ſich; die Muskeln ſchwellen an, es tritt friſche Ernährungsflüſſigkeit in das Gewebe und dadurch kommt es 3) zur Bildung neuer Muskel- und Nervenſubſtanz, welche nach und nach an Maſſe und an Güte gewinnt.
Die Vortheile, welche Bewegungen haben, wenn ſie dem Koͤrper genau angepaßt ſind und mit dem richtigen Maß und Ziel, ſowie mit der nöthigen Vorſicht angeſtellt werden, ſind nach dem Geſagten etwa folgende: 1) Die Willensthätigkeit des Gehirnes lernt leichter und beſſer vor ſich gehen, es bildet ſich ein kräftiger Wille mit Unerſchrockenheit aus; 2) das Ge— hirn wird von pſychiſchem Drucke entlaſtet; 3) der Schlaf wird befördert, wegen Verbrauchs von Hirnſubſtanz, die ſich dann im Schlafe reſtaurirt; 4) die Muskulatur gewinnt an Stärke, Kraft, Ausdauer und Geſchicklichkeit bei ihrer Thäͤtigkeit; 5) es wird Hunger und Durſt erzeugt; 6) die zur Unterhaltung der Ernährung(des Stoffwechſels) nöthigen Prozeſſe werden bethätigt, wie der Blutkreislauf, die Verdauung, der Speiſeſaft- und Lymphfluß, das Athmen, die Ab⸗ und Ausſonderungen, die Wärmeentwickelung. Es gibt kein beſſeres Mittel zur Hebung von Blutſtockungen(Congeſtionen), Verſtopfungen, von Unthaäͤtigkeit der Haut u. ſ. f. als zweck⸗ mäßiges Bewegen; 7) das Gerüſte des menſchlichen Korpers wird beſſer entwickelt; die Knochen werden ſtark und feſt, die Bruſt- und Bauchhöhle gehoͤrig umfaͤnglich, die Wirbelſäule wohl— geſtaltet.“
Dieſer große Nutzen der koͤrperlichen Uebungen findet für die meiſten noch nicht veralteten Erwachſenen ſtatt, aber in weit hoͤherem Grade für Knaben und Jünglinge, die in den wichtig— ſten Jahren ihrer koͤrperlichen, wie geiſtigen Entwickelung ſtehen. Bei ihnen iſt der raſche Um⸗ lauf aller Säaͤfte, der mäßige und gleichmäßige Gebrauch aller Glieder und Muskeln in noch weit hoͤherem Grade nothig, theils zur Befoͤrderung des Wachsthumes aller Theile des Leibes


