Aufsatz 
Civibus suis Nassoviensibus
Entstehung
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Zum Gebrauche bei dem Singunterricht und bei Concerten wurde von Herzogl. Landes-

regierung auch ein grosses Flügelpianoforte, bei Philippi in Usingen besonders dazu gebaut, für Dreihundert und dreissig Gulden angeschafft.

3) Lehrplan.

Durch Rescript Herzogl. Landesregierung vom 21. Febr. 1831 wurde die von Sr. Her- zogl. Durchlaucht ertheilte höchste Verfügung über die specielle Einrichtung der akademi- schen Abiturientenprüſungen und Maturitätszeugnisse den Lehrern zur Nachachtung publi- cirt, und den Schülern das Nöthige in einer besonderen öffentlichen Versammlung im Schul- saale mitgetheilt..

Wiederholte Rescripte derselben hohen Behörde verweisen für die Aufnahme im Gym- nasium auf§. 16 der Schulordnung, wornach in der Regel nur 14jährige Schüler aus den Herzogl. Pädagogien und andern ausländischen Anstalten oder aus Privatunterricht als auf- nahmfähig zu betrachten sind, und eine Ausnahme davon nur bei ganz vorzüglicher Reife zu gestatten ist.

Ein anderes Rescript derselben hohen Behörde vom 20. Nov. 1850 enthält folgende neue Bestimmungen:Es ist höchsten Orts verordnet worden, dass a) an den Pädagogien das Eintrittsgeld von 5 fl. auf 5 fl. und das jährliche Beitragsgeld von 4 fl. auf 6 fl., b) an dem Gymnasium aber das Eintrittsgeld von 5 fl. auf 15 fl. und das jährliche Beitragsgeld von 6 fl.

auf 12 fl. von dem nächsten Jahr an, d. h. mit Anfang des mit Ostern künftigen Jahres an- gehenden neuen Schuljahres, erhöhet werden soll.

4) Diseiplign. In dem bevorstehenden Jahre wird eine Revision der Gesetze für die Schüler des Gym- nasiums, nebst einer ausführlichen Nachricht von Allem, was Aeltern und Schülern von den inneren und äusseren Einrichtungen zu wissen nöthig ist, im Druck erscheinen.

5) L o à2 1.

Herzogliche Landesregierung hatte schon früher beschlossen, das Local des hiesigen Gymnasiums durch die Verlegung der Wohnungen des ersten Professors und des P edellen zu erweitern. Die Ausführung konnte jedoch erst im vorigen Sommer geschehen, und die Resultate bestehen in Folgendem. Die Festigkeit und das geschmackvolle Aeussere des gan- 2en Gebäudes, welches des Fürsten CARI. CHRISTIAN Dureklaucht im verwichenen Jahr- hunderte aufführen und 1780 beziehen liess, ist von der Art, dass nur Veränderung im Inneren und neuer Anstrich der Façaden nöthig wurde. Hauptbedürfniss war Vergrösserung und Verlegung sämmtlicher Lehrzimmer von der geräuschvolleren Strasse in den stilleren