Aufsatz 
Civibus suis Nassoviensibus
Entstehung
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Hof nach Osten, Erweiterung des Versammlungssaales und Anlage einiger Räume zu ver- schiedenen Sammlungen und anderen Zwecken der Anstalt. Dadurch wurde die Verlegung der Wohnung des Directors vom äussersten rechten Flügel auf den dussersten linken er- forderlich. Vom Haupteingange rechts ist der frühere Raum des Versammlungssaales(4£) um den dritten Theil erweitert worden. Zwei Säulen scheiden den Raum, wo Lehrer und Schüler auf neuen Sitzen mit neuem kanzelartig verzierten Katheder(a) sich befinden, von dem erhöheten Platze der Zuhörer(5). In der Mitte steht das neue Pianoforte(d). Die Wände sind geziert mit der Büste Sr. Durchlaucht des regierenden Herzogs und den lebensgrossen Brustbildern in Oel von neun früheren Vorstehern und Lehrern der Anstalt in neuen vergoldeten Rahmen. Ihre Namen sind: 1) Dr. Christ. Wilh. Snell, Director und Oberschulrath von 18171828; 2) Joh. Ant. Phil. Schellenberg, Rector und Con- sistorialrath von 1776 1816; 5) Joh. Friedr. Cramer, Rector von 1757 1760; 4) Phil. Cas. Schlosser, Rector von 17201737; 5) Joh. Friedr. Hess, Rector von 17161720; 6) Joh. Nic. Schlosser, Rector von 1685 1714; 7) Joh. Cas. Weinrich, Rector und Stadtpfarrer von 1667 1685; 8) Phil. Cas. Weinrich, Prorector von 1754 1759; 9) Joh. Burch. Müller, Conrector von 1667 1685. Ein Bild von I. P. Ostertag, welcher von 17611776 Rector war und nach Augsburg abgeruſen wurde, ſehlt uns.

Ueber dem Versammlungssaale im zweiten und dritten Stocke befindet sich die Amts- wohnung des Directors(0.) mit einem besonderen Eingange von der Strasse. Auf dem rechten Flügel ist in allen drei Stockwerken ein Gang in der Mitte, welcher die nach dem Hoſe ibereinander liegenden Lehrzimmer von den übrigen Räumen nach der Strasse scheidet. Drei Lehrzimmer(D. F. K.) haben die ehemalige Grösse, drei andere(E. G. L.) auf dem äussersten Flügel, sind um ein Drittheil erweitert und erhellet worden, und die vier in den beiden oberen Stockwerken gelegenen sind tapeziert. Im ersten Stockwerke nach der Strasse befindet sich mit einem Raume von sechs Fenstern in der Fronte und einem auf der Seite die Bibliothek(B.) mit einem heizbaren Vor- und Lesezimmer(C.), das zugleich zum Aufenthalte des Pedellen während aller Unterrichtsstunden dient. Nach dem Hoſe liegt zuerst mit drei Fenstern in der Fronte der Tanzsaal(D.); dann folgt das erweiterte Classenzimmer für Quarta(E.) mit vier Fenstern auf der Fronte und zweien auf der Gie- belseite. Im zweiten Stockwerke sind nach der Hofseite zwei Lehrzimmer für Tertia(G.) und Secunda(F.) Nach der Strassenseite ist zuerst ein Cabinet mit drei Fenstern in der Fronte(. J für eine demnächst anzulegende Sammlung von Gypsabgissen der vorzüglich- sten Antiken, nebst der bereits vorhandenen Sammlung antiker Münzen. Darauf folgt das Cabinet für den physikalischen Apparat(H.), heizbar, mit Glasschränken und mit amphi- theatralischen Sitzen für die Schüler bei Experimenten versehen, drei Fenster in der Fronte