Aufsatz 
Die Methoden des Unterrichts
Entstehung
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Kl. VI. u. V. komb. 2 St. a. Freiübungen. Die verſchiedenen Gang⸗ und Schrittweiſen. b. Bein⸗, Rumpf⸗, Arm⸗ und Halsübungen. c. Ordnungs⸗ übungen: Aufreihen, Um⸗ u. Gegenzug, Schlän⸗ geln, Anreihen, Vor⸗ u. Hinterziehen ꝛc. d. Ver⸗ ſchiedene Kombinationen mit Frei⸗ u. Ordnungs⸗ übungen. Wie in Kl. VIII u. VII Geräthturnen und Spielen. Menk und Schmitt. IV. 2 St. a. Wiederholung aller Freiübungen. b. die verſchiedenen Schritt⸗, Gang⸗, Lauf⸗, Hüpf⸗ und Sprungweiſen. c. Ordnungs⸗ und Freiübungen in Kombinationen. Gerätheturnen: Uebungen in verſchiedenen Schrittweiſen am Rundlauf; Stemm⸗ übungen am Barren. Streckübungen am Ring⸗ ſchwebel und an den Leitern. d. Wie in c. außer⸗ dem Reigen u. Stabübungen. Kl. III. 2 St. In Allem wie in Kl. IV. Kl. II. u. I. komb. 2 St. Wie in Kl. IV. nur in weiterer Ausführung. Schmitt. Anmerkung. Um von dem Stande des Turnens an unſerer Anſtalt Zeugniß abzulegen, werden wir im Laufe des Sommers einen Turntag veranſtalten, und beſonders dazu einladen. Ein Schauturnen bei der öffentlichen Prüfung würde für Mädchen ſelbſtredend unſtatthaft ſein. Auch iſt unſer Turnlokal zu beſchränkt, um es an denſelben Tagen zur wiſſenſchaftlichen Prüfung und zum Turnen ver⸗ wenden zu können.

Kl.

Klaſſe der Aſpirantinnen.

Sie nahmen an ſolchen Unterrichtsſtunden der Kl. I., welche ihnen noch nützen können, Theil, und werden außerdem in folgenden Fächern unter⸗ richtet.

C.

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Franzöſiſch: Konverſation, Aufſätze, Litterariſches.

Pädagogik. Wiſſen: a. Begründung der Pädagogik durch die praktiſchen Ideen und die Pſvychologie (repetirt); Regierung der Kinder; der Unterricht: Zweck und Gang desſelben; Lehrplan. b. Er⸗ ziehung: Zweck⸗ und Hülfsmittel, Behandlung in den verſchiedenen Lebensaltern. Beſondere Zweige der Pädagogik: der Unterricht in Geſchichte, Geo⸗ graphie, in den fremden Sprachen und vorzüglich in der deutſchen Sprache; c. Schluß der Päda⸗ gogik: Behandlung einzelner Fehler der Kinder; alsdann Geſchichte der Pädagogik: das Mittel⸗ alter; die Zeit der Reformation: Melanchthon, Sturm, Comenius; d. das 17. Jahrhundert: A. H. Franke und ſeine Schule, die Humaniſten, die Philanthropen: Baſedow, Salzmann, Campe; Peſtalozzi: Können: Wiederholungen; Uebun⸗ gen im franzöſiſchen und deutſchen Sprach⸗ unterrichte 1 St. Ferner Uebungen im freien Vortrage der Weltgeſchichte nach den in der Theorie aufgeſtellten Regeln. Gewählt wurde die mittlere Geſchichte, weil dieſe in der Oberklaſſe nicht ge⸗ lehrt wird. 1 St. Fricke.

Das pädagogiſche Können der Aſpirantinnen wird auch dadurch gefördert, daß ſie in den unteren Klaſſen die Aufſicht vor dem Beginne des Unter⸗ richtes führen, in den Handarbeitenſtunden der Leh⸗ rerin helfend zur Seite ſtehen, in den Pauſen Spiele mit den Kindern ausführen, Arbeitsſtunden leiten, einzelne Kinder, welche in irgend einem Fache zurückbleiben, oder eine kleine Abtheilung derſelben, nachhelfend unterrichten, Klaſſen, mit welchen die Lehrer einen Spaziergang machen, begleiten u. ſ. w.

Aeſthetiſche Bildung.

Auch wir faſſen Zeichnen und Singen nicht ausſchließlich von ihrer praktiſchen Seite, ſondern

als Mittel zur Geſchmacksbildung auf.

klaſſen der franzöſiſchen und engliſchen Sprache. beſonders Sorgfalt verwandt, und Deklamationen, bei welcher die drei Oberklaſſen mitwirken, nebſt gelegentlichen oder regelmäßig wiederkehrenden Schulfeſten bieten Gelegenheit, die erworbenen Fer⸗ tigkeiten in geeigneter Weiſe zu bethätigen und zu erhöhen.

Zur Erlernung des äußeren Anſtandes wird namentlich von den Lehrerinnen unausgeſetzt An⸗ leitung gegeben, und das Turnen verfolgt nebenbei denſelben Zweck. Tanzunterricht gehört zwar bis jetzt noch nicht zum Lehrplan der Anſtalt, aber er wurde, zeitweilig auf Wunſch der Eltern nach Be⸗ endigung der Schulſtunden, in dem Lokale der Anſtalt ertheilt, und von den Lehrerinnen und Aſpi⸗

rantinnen überwacht.

Ebenſo die Litteratur der deutſchen, und in den Ober⸗ Auf ſchönen ausdrucksvollen Vortrag wird ganz