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Da ſich aber während der erſten Periode das Gedächtniß bildet und während der 2. der Ver⸗ ſtand, ſo unterſcheidet die natürliche Methode nochmals 3 Abſchnitte in jeder Hauptperiode, in welchen den Letzteren vorgearbeitet wird. Innerhalb der An ſchauungsperiode wird ſie alſo bereits Gedächt⸗ nißübungen nebſt einzelnen Verſtandesübungen vornehmen, und in der Memorirperiode Verſtandes⸗ übungen ꝛc.
B. Der Natur des Gegenſtandes gemäß.
Dabei iſt Folgendes zu berückſichtigen: 1) Jedes Ding beſteht aus Theilen. Daher kann man a) zerlegen(Analyſe; Jacotot, Hamilton); und b) zuſammenſetzen(Syntheſe; Methode der Grammatiſten). 2) Jedes Ding für ſich betrachtet beſteht aus Stoff und Form. Demnach hat es a) eine reale Seite(Können; praktiſche Methode; Seidenſtücker⸗Ahn); und b) eine formale Seite(Wiſſen; theoretiſche Methode). 3) Die Dinge zuſammengenommen bilden eine Mannigfaltigkeit(Reale Seite der logiſchen Methode).
Man muß alſo beim Unterricht die verſchiedenen Gegenſtände auf folgende Weiſe behandeln:
a) Das Gleichartige beiordnen und das Ungleichartige unterordnen(Klaſſifikation).
Es thaten Dies alle bedeutenden Didakten, im Gegenſatze gegen die moderne Lehrkunſt, welche die logiſche Methode„dürren Schematismns“ benennt, und dem Zufalle folgt(die Analytiker: Jacotot, Hamilton, Ahn, Ollendorf).
b) Erſt wenige Gegenſtände, als Anhaltspunkte, aus der Menge hervorheben, und die andern allmälig hinzufügen(Einſeitigkeit und Vielſeitigkeit; reale Seite der konzentriſchen Methode; Ergänzungs⸗, Anſchauungsmethode).
4) Die Dinge zuſammengenommen bilden aber auch ein Ganzes(giſſenſchaftliche Methode;
Graſer). Daraus folgt:
a) Daß jeder Gegenſtand für ſich vollſtändig muß abgehandelt werden(genetiſche Methode: Mager); und
b) Als Theil des großen Ganzen(Unterſtützungsmethode, und— als Ausgangspunkt— religiöſe Auffaſſung).
C. Durch naturgemäße Mittel.
Jede Kenntniß beſteht aus Begriffen; zu den Begriffen aber gelangen wir entweder durch die Sache oder durch das Wort. Es gibt alſo zunächſt nur zwei Mittel des Unterrichts: die Sache und das Wort.
1) Die Sache wird als ein Ganzes in ihren Theilen und in ihrem Zuſammenhange gezeigt und von dem Schüler angeſchaut(Deiktik). Die dadurch gewonnenen Begriffe werden a) durch Wiederholung zum geiſtigen Eigenthum des Lernenden gemacht(Memoriren, Wiſſen), und b) durch Anwendung(Uebung, Können). Hierbei iſt die Aktivität des Lehrers Anfangs⸗ punkt und die Aktivität des Schülers Ausgangspunkt.


