29
ʒ;
2. Winterſchule.
.Heinrich Stahl aus Weinbach, Oberlahnkreis.
Friedrich Weinbrenner aus Weilmünſter, Oberlahnkreis. . Richard Köhler aus Möttau, Oberlahnkreis.
. Wilhelm May aus Gräveneck, Oberlahnkreis.
Obere Abteilung: 1 3 4 5. Karl Roßbach vom Hof Untergladbach bei Aumenau, Oberlahnkreis. 6 7 8
Untere Abteilung:
Karl Schwenk aus Mensfelden, Kr. Limburg. .Adolf Stroh aus Weinbach, Oberlahnkreis. .Albert Vonhauſen vom Steinzler Hof bei Drommershauſen, Oberlahnkr. 9. Wilhelm Wagner aus Dauborn, Kr. Limburg. 10. Fuſta Wilhelm Wagner von der Eiſenberger Mühle bei Dauborn, Kr. imburg. 11. Auguſt Weil aus Münſter, Oberlahnkreis. 12. Alfred Wiſſig aus Weilmünſter, Oberlahnkreis. 13. Hermann Zipp aus Niedershauſen, Oberlahnkreis.
Das Alter der Schüler beträgt in I 15— 20 ³ im Durchſchnitt 17 ¼ Jahre, II 13 ¾— 23 ½,„ 16³
„ 4„
III 12 ¼l— 21 ¾,„„ 15 ¼„ IV 11 ¼— 16 ¼,„„ 14 ¼„ V 10 ¾— 14 ¾,„„ 12„
in der Winterklaſſe 14 ¼— 21 ¾,„„ 17
Das Schuljahr 1906/1907 wird Samstag, den 23. März 1907 geſchloſſen. Der Abgang eines Schülers iſt von ſeiten des Vaters oder Vormundes
dem Direktor mündlich oder ſchriftlich anzuzeigen, widrigenfalls das Schulgeld weiter erhoben wird.
Aufnahme⸗Bedingungen.
a) Schüler, welche durch ein Abgangszeugnis von einer anderen berechtigten höheren Schule(Gymnaſium oder Progymnaſium, Realgymnaſium oder Realprogymnaſium, Oberreal⸗ ſchule oder Realſchule), die Reife für Quinta, Quarta oder Tertia nachweiſen, werden ohne Prüfung in die entſprechenden Klaſſen der Landwirtſchaftsſchule(V, IV, III) aufgenommen.
b) Schüler, welche ſolche Zeugniſſe nicht beibringen können, haben ſich einer Auf⸗ nahmeprüfung zu unterziehen. Die Anforderungen derſelben ſind folgende:
Für V: Beim Oſtertermin Fertigkeit im Leſen und Schreiben deutſcher und lateiniſcher Schrift, die Fähigkeit nach Diktat orthographiſch zu ſchreiben, Rechnen mit unbenannten und benannten ganzen Zahlen. Beim Herbſttermin außerdem einige Kenntnis der deutſchen Inter⸗ punktion, die Anfänge des Franzöſiſchen, Addieren und Subtrahieren gemeiner Brüche.
Für IV: Beim Oſtertermin Sicherheit in der deutſchen Orthographie und Interpunktion, die Grundbegriffe der Grammatik(ſichere Unterſcheidung der Wortarten, Satzteile und Satz⸗ arten, der deutſchen Kaſus⸗ und Verbformen), Leſen und Überſetzen leichter franzöſiſcher Sätze, Rechnen mit gemeinen Brüchen und einfache Regeldetri. Beim Herbſttermin außerdem die franzöſiſche regelmäßige Deklination und Konjugation, die Dezimalbrüche und die Anfänge der Geometrie(Linien, Winkel, Dreiecke).
Für III in beiden Terminen: ein einfacher deutſcher Aufſatz erzählenden oder beſchrei⸗ benden Inhalts, die regelmäßige franzöſiſche Formenlehre, die geſamte Bruchrechnung und Regeldetri, die Anfänge der Geometrie(Linien, Winkel, Dreiecke), das wichtigſte aus der Sage und Geſchichte des Altertums ſowie aus der Geographie der Mittelmeerländer, einige Kenntniſſe aus der Naturkunde.
c) Zur Aufnahme in die Klaſſen II und I befähigen Zeugniſſe aus oberen Klaſſen anderer höherer Schulen nicht; die hierfür erforderlichen Kenntniſſe können nur durch ein Zeugnis einer gleich organiſierten Landwirtſchaftsſchule oder durch ein Examen uachgewieſen werden. Die Anforderungen desſelben(die ſich auch auf die ſämtlichen Naturwiſſenſchaften
und die Landwirtſchaftslehre erſtrecken) ergeben ſich aus dem ſpeziellen Lehrplan der voran⸗ gehenden Klaſſen.


