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verbunden worden. Ihr Gebiet umfaßt die Prooinz Heſſen⸗Naſſau mit Ausnahme der Kreiſe Rinteln und Schmalkalden, dem Kreis Wetzlar und dem ſüdlichen Teil von Waldeck. Dieſes Gebiet iſt in 5 Unterbezirke geteilt, von denen der erſte ſich etwa mit dem unteren nnd mitt⸗ leren Lahngebiet, der zweite mit dem Weſterwalde, der dritte mit dem Main⸗Rhein-Gau, der vierte mit dem Kinzig⸗Fulda⸗Gebiet, der fünfte mit dem Eder⸗Weſer⸗Gebiet deckt. Für jeden dieſer 5 Unterbezirke kann im Bedarfsfalle eine beſondere Wettervorherſage aufgeſtellt werden. Die Vorherſagen für die Zeit vom Abend des Ausgabetages bis zum nächſten Abend wurden vom 15. Juni bis 15. November mittags zwiſchen 11 und 12 Uhr durch die Poſt nach allen Orten mit Fernſprechverbindung verbreitet und dort öffentlich angeſchlagen. 40 Vertrauensmänner der Landwirtſchaftskammern überwachten das Eintreffen der Voraus⸗ ſagen für die verſchiedenen Gegenden. Ihr Urteil über die praktiſche Verwertbarkeit der Vorausſagen iſt faſt durchgehend günſtig.
Faſt alle Zeitungen des Gebietes druckten die Vorausſagen ab. Die Auflage der gegen früher erheblich beſſer ausgeſtatteten Wetterkarten betrug im Sommer gegen 900. Sie werden in vielen Ortſchaften öffentlich angeſchlagen. Während der Sommer⸗ und Herbſtmonate hatte die Direktion der Kerkerbachbahn⸗Geſellſchaft wieder einen Wetterſignaldienſt eingerichtet durch Anheften von Signalſcheiben an den Lokomotiven der Mittagszüge. Im diesjährigen ſtrengen Winter hat ſich ein ausgedehnter Froſtvorherſagedienſt entwickelt, der von Bierbrauereien, be⸗ ſonders aber von den Verſandſtellen der Naſſauer Mineralwäſſer viel benutzt wurde.
Leiter der Wetterdienſtſtelle Weilburg iſt Herr Oberlehrer Freybe, Vertreter desſelben Herr Lehrer Petry, Aſſiſtent unſer ehemaliger Schüler Herr Rudolf Lehnhardt.
5. Vorträge der Lehrer in landwirtſchaftlichen Vereinen und Verſammlungen.
Herr Oberlehrer Dr. Helmkampf hielt im Laufe des Jahres folgende Vorträge: 1. am 21. April in Hanau über rationelle Haltung und Zucht von Milchvieh; 2. am 5. Auguſt in Kirberg, Kreis Limburg, über Aberntung und Aufbewahrung der Feldfrüchte; 3. am 27. Oktober in Haſſelbach, Kreis Uſingen, über neuere Beſtrebungen in der Landwirtſchaft; 4. am 28. Oktober in Haintgen bei Laubuseſchbach desgl.; 5. am 3. November in Brandobern⸗ dorf, Kreis Uſingen, über Düngung von Feld und Wieſe; 6. am 4. November in Cleeberg, Kreis Uſingen, über Saat und Düngung; 7. am 10. November in Reichenbach, Kreis Uſingen, über Ausnützung des Bodens und Grundſätze der Viehhaltung; 8. am 11. November in Niederems bei Camberg über Kunſtdünger und Kraftfutter; 9. am 17. November in Nieder⸗ lauken, Kreis Uſingen, über Reinertrags⸗Steigerung im Feldbau und in der Viehhaltung; 10. am 24. November in Kahlbach bei Oberurſel über die Organiſation der Landwirtſchafts⸗ kammer und der landw. Bezirksvereine; 11. am 25. November in Bammersheim bei Ober⸗ urſel über Neues auf dem Gebiete der Stickſtoffdüngung; 12. am 1. Dezember in Eſchbach bei Uſingen über die Bekämpfung der Obſtbaumſchädlinge; 13. am 2. Dezember in Rod am Berg, Kreis Uſingen, über Sortenwahl und Düngung; 14. am 8. Dezember in Rod a. d. Weil über Rindviehzüchtung: 15. am 15. Dezember in Friedrichsdorf i. T. über die Land⸗ wirtſchaftskammer; 16. am 16. Dezember in Köppern i. T. über die Durchführung der Kon⸗ ſolidation und ihre Folgen; 17. am 22. Dezember in Hofgeismar, Bez. Caſſel, über die neueſten Erfahrungen in der Fütterungslehre; 18. am 9. Januar 1907 in Freiendiez bei Diez über Verſorgung der Wirtſchaft mit gutem und billigem Futter; 19. am 19. Januar in Fulda über die neue Kellnerſche Fütterungstheorie; 20. am 20. Januar in Schneidhain bei Königſtein über die Frühjahrsbeſtellung; 21. am 2. Februar in Merzhauſen bei Uſingen über Frühjahrsbeſtellung; 22. am 9. Februar in Pfaffenwiesbach bei Uſingen über neuere Maßnahmen der Landwirtſchaftskammer; 23. am 10. Februar in Hauſen bei Uſingen über geſetzliche Beſtimmungen im Viehhandel und Wahl von Futter⸗ und Düngemitteln; 24. am 16. Februar in Berkersheim bei Frankfurt über Neues auf dem Gebiete der Landwirtſchaft; 25. am 17. Februar die Beſtrebungen der Landwirtſchaftskammer zur Einführung beſſerer Sorten; 26. am 23. Februar in Niederhöchſtadt bei Cronberg desgl.; 27. am 24. Februar
in Limburg über die Aufzucht von Jungvieh.— Weitere Vorträge ſind bis Ende März noch vorgeſehen.


