Aufsatz 
Beiträge zur Kritik und Exegese der Sophokleischen Antigone / von Arthur Frederking
Entstehung
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31 v. 1178 ⁴erν, oνs d à ⁶ο⁶να*νννασα.

Diesen Vers übersetzt Böckh:o Seher, welch ein richtig Wort doch sprachest du! und Donner:o Seher, welch ein wahres Wort enthülltest du! und ebenso erklärt Wolff:ærν auch von Worten. O. C. 452 fl. roör Sꝓρ⁴, zνσε εε μκzs' droνν deννoᷣν τεᷣ rdx&αν ταͥædα dνμά õ2‿̃oios νναes rors. An letzterer Stelle aber ist entweder mit Wunderεκασέν zu lesen, (wie auch für unsern Antigonevers Tournier ſjsoae vorgeschlagen hat), oder v. 454 weisst auf die alten(unglücklichen) Orakel, die schon verwirklicht sind(vgl. O. T. 720 f.) und dem Oedipus auch die Erfüllung des neuen Spruches verbürgen(ze zꝝ S⁴ v. 453 oder was etwa sonst für rar s suob gestanden hat: die von mir selbst, nicht von Ismene, aus Delphi geholten Orakel). An unserer Stelle jedoch hat»νααάα⁵ε seine gewöhnliche Bedeutung, und 6οϑν steht dabei als proleptisches Praedicativum(= d6στσεα ουά¶m»εκνέκσα οαν oder slwæ):o Seher, wie richtig hast du nun dein Wort erfüllt,(in Erfüllung gehen lassen)! vgl. O. T. 506 rονeν q⁷³⁴ ‿μ 6990 moc. O. C. 1424 dotς τινο obν ⁴ς ε&ς 6090&«†oεᷣoεiε μeννsuœra. Hom.* 564 ff., in der bekannten Stelle von den wahren und unwahren Träumen: 10 o? 1μ◻eνκτ εν˙⁴έμασιν§ roiντον εαμεμασκνοε, b? 6 sœiQovral, drs dodœνα εονres 0? ds did SeGτυαντıνκεααααν εα˙⁴ισ 9⁵νοασςε, 0? O' Sruna oœνονσα); und wie hier die Träume selbst die Erfüllung pringen, so in der Ilias A 108 der Seher: 6σ⁴α⁴ινν oure zi π flrras rroc our srelsoαœα–ο, ganz wie an unserer Stelle. Vgl. auch Soph. O. T. 377, 720 und 1329, vom göttlichen Seher Apollo.

v. 1250vνμ αoο ou drτνε⁴οοσςε, σωσν dναerνεiν.

yvνμη kann wol nicht genet. obj. sein, wie Wolff ihn auffasst(sie ist verständiger Ueber- legung nicht unkundig, mit unberechtigter Deutung vonyvαι), sondern nur genet. relat., doch sicher nicht in dem Sinne, wie Wecklein erklärt(ohne die Klugheit der Erfahrung) nach Phil. 867 SAπαιd niwroy, welche Worte derselbe Gelehrte zu dieser Stelle doch richtiger gedeutet hat:für Hoffnungen unwahrscheinlich, vgl. Hermann z. St. und Krüger II 47, 26, 9, u. s. weiter unten. Nauck freilich findet die Worte an beiden Stellen unverständlich, weil er sie nach einem falschen Princip erklärt(sã,τι⁴ανσν αμmOν⁄ατs könne nur bedeutenohne die ⸗rioris der Hoffnungen), obgleich jeder aus Naucks Sophoklescommentaren selbst sich eines Besseren belehren kann, s. zu Ai. 321, El. 36, Trach. 23 und and., und Krüger, I 47, 26, 9 ff. II ibid. 6 ff. Dieser Genet. ist nie subjectiv oder objectiv, in Abhängigkeit von einem Teile des Compositums, wenn wir ihn auch manchmal im Deutschen bequem so wiedergeben können; sondern er bezeichnet den Gegenstand, in Rücksicht auf welchen der Begriff des ganzen Adjectivs zu fassen ist..rrœus dAοοσςεινυν ταάαν ist nicht: ohne Kinder männlicher Kinder, sondern: kinderlos in Betreff männ- licher Nachkommenschaft;&eνκνα νς dονπι⁴ον nicht: dνεnr oανσκέ⁴ον,sondern: our s&Gæεναασνέεκνοο dσmQπσρανν dαναον τ Ssaæ: furchtlos rücksichtlich des Anblicks; dωάν mτοστεοο: unter Dach in Beziehung zum Hause, u. s. w. Es ist derselbe ablativische Genetiv, der auch als genet. causae, compar.(auch beim Superlativ, z. B. Antig. 100 0*α‿⁵μσσο 1 ν½ τπQο gds, auch 508: uoοννν τ̈ϋ⁴dᷣ Kædueεcν) und sonst vorkommt, z. B. in 7rςσ Ʒe᷑ναις ⁷τοdeσ und ähnlichen Ausdrücken(s. Krüger I und II 47, 10, 5), Aαëν oεmντ⁶ενεα ναια(Homer), uαe Aeinεςασσμᷣ(Eurip.): im Kampfe nachstehen, Syyuraraæ psvovs(auchveε) skvat: sehr nahe verwandt sein, zuxerrrνμ(z. B. Thuc. III, 42, 5): mit seiner Ansicht oder Absicht Erfolg

*) Auch hier erkläre ich éruuc als prolept. Praedicatirum und nehme ne«(s. v. 565) als Object von αανοννσ.