Aufsatz 
Beiträge zur Kritik und Exegese der Sophokleischen Antigone / von Arthur Frederking
Entstehung
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bieten:ganz nah dem Geschicke des Todes bringt dies Wort mich!(vgl. v. 936= 900 Böckh, s. weiter unten) undganz nahe verheisst dies Wort mir des Todes Geschick, lässt auch auf keine bestimmte(oder berechtigte) grammatische Erklärung der Worte schliessen. Ebenso wenig fördert uns die Bemerkung in Ellendts Lexicon unter eyyös: Wexius verba sic componit: 1⁰⁷⁷, 5 Sorr ϑάσααvν os, syyvrdro: mortis vox proxima insonuit. Hanc mortis vocem ego nullam esse aio. Melius est sic ordinare: zιτ oνrτos syyvrdre ardrov ddærahs, non multum a morte abest, i. e. minitatur eam. Sic schol. explicans ααστον mede?. Darum erlaube ich mir folgende Deutung der schwierigen Verse mitzuteilen:dies Worb ist dem Tode ganz nahe gekommen, d. h. es ist fast dem Tode gleich,(fast so schreckend und lähmend wie der Tod). syyvrdre αρρν⸗, wie unsernahe gekommen sein, beinahe sein, lat. proxime accedere; vgl. Xenoph. Cyrop. VIII, 7, 21 syyöreον ꝙτπν e⁄ϑοωυσπτένέυν ᷣαάατ oddeν εcνν νππνv. Thucyd. VII, 86 rolαννe syyörcra rourwv lrig. Auch Xen. Cyrop. I, 4, 5, G 10 1-ν wxαƷ¶‿dixε Ii nixsh roic JluE. Herod. VII, 141, Orakel v. 3*h ες νπκι Ʒ&meτοο 4&εμι ëμρνυιινπηιàμςσςσασς (dem Stahle gleich gemacht), und and. Für den Sinn der Phrase aber vgl. noch Soph. O. C. 529 dno, Sνπααασοο 1ηινντ τα⁶ αↄvobuety. Eurip. Heracld. 246 a ra yxνςᷣ aæs. Hom. 4 228 10 ι κο eideras Ivαz. 10ro oννποο bezieht sich zunächst auf die Bedrohung der Diener wegen ihrer Säumigkeit; darin aber ist zugleich der strenge Befehl enthalten, die Verurteilte unverzüglich abzuführen: und dies wirkt auf sie(ist ihr) fast wie der Tod. Aber noch auf eine andere Möglichkeit der Erklärung von ατæra will ich hinweisen: vielleicht dürfen wir es auffassen Ggl. oben Wex: insonuit) wie&4ειν O. T. 523 196 ν s1G mł᷑ÜToννεε⁴οο τeꝛ p⅜ dοy* ιασνεν, ibid. 681 dσηνσι νναςα 19e, also absolub, oder mit Ergänzung von s: ganz ähnlich dem Tode ist dies Wort über mich gekommen, fast wie der Tod hat es mich getroffen. Vgl. Hom. 465 ö εᷣ H1meά pßα⁴μοο ανςσ νἀαemοο, ibid. 395 aTos dãᷣgieero,(und ähn- liches oft); auch Soph. O. T. 832 f. 7R,ĩ⁷D 70&, dAd Sœσνννιν συιναιμασαοοeς agiuspuy, Eurip. Hipp. 791 Sae 1πeπτπμων⁴¶ Lzsro. Nur darf dann eben syyvrärc nicht mehr unmittelbar mit αærat verbunden werden, während diese Worte doch eng zusammen zu gehören scheinen. In keinem Falle aber könnten die Verse dem Chore zugeschrieben werden, wie Lehrs und Nauck gewollt haben. Und auch die folgenden Worte, v. 935 f., werden wol dem Kreon verbleiben müssen; aus dem Munde des Chores(s. Schol., codic. rec., Böckh, Wecklein), der gleich noch einmal von Antigone angerufen wird(940), klingen sie doch allzu hart und gefühllos, und wenn derselbe seine Teilnahme auch nicht frei äussern mochte, durfte er hier doch wenigstens schweigen. zε⁴de bezieht sich, wie zoντo oνos, auf die Wegführung der Antigone, und u 0d ⁴e⁴e zum*αmeταeσκνοονςσνοα bedeutet: dass dies nicht so gegen dich verfügt werde, wie es ver- fügt worden ist, d. h. zu unverzüglicher Ausführung(vgl. rαννια αμιννςονν vdos und ähnliches); das Praes. ᷣεανοςσσασα fast in der Bedeutung des Perf. wie Asyeis, zœriyoοεετασαα und and. vgl. auch Schol. ou αοαπηνάνομα σς ϑααςm., de 1) a⁵ννοωιιιέμ̈νον σι τοω ἀυοιαά̈εν. Auch von diesem Verse fehlt in den Commentaren eine vollständige Erklärung, oder einer(von Wolff- Bellermann) interpretirt gar:dass dies nicht so, nämlich wie du sagst, verwirklicht werde; und Böckh:nicht geb' ich dir jetzt Trostzuspruch mehr, nicht werde sofort das Gebot vollbracht,(auch v. 935 also in der Uebersetzung umgestaltet, damit er für den Chor passe).