Aufsatz 
Beiträge zur Kritik und Exegese der Sophokleischen Antigone / von Arthur Frederking
Entstehung
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lesen wir v. 301: Tœærds go,νον ϑυασασρέρεαœν εdévt, was weder gleich εννο ϑυσσςεες sidér (nach Wolff-Bellermann) sein kann, noch bedeutet:sich auf jeglichen Werkes Gottlosigkeit verstehen(nach Schneidewin-Nauck), sondern:Ruchlosigkeit für jede That(jedes Verbrechen) besitzen(hegen), so dass raæν yov hier denselben Sinn hat wie in Xοεσνρ els Ʒοꝙο (Tl. 615), vgl. Phil. 407 rTævrdg 1öyoν œxoddαςm diyövra zad œvovyla, und wie in Tœroõgyos, welches einen Menschen bezeichnet, der zu allem fähig ist; und in dem unmittelbar vorausgehenden Verse der Antigone(300) steht ja auch voyεœBς xeiw, auch diese Wendung schon von Homer vorgebildet(öοαςmε◻εαεέμικν 50 SXev, Gναππκνννν ⁵‿½³oν u. and.). Dennoch werden diese Analogieen für eine solche Deutung des 1ϑο an unserer Stelle nicht genügen. Wir sind dieser Schwierigkeit aber auch überhoben, wenn wir den Imperativ von lνα herleiten; nur ist dann doch wol der Dativ dnroig(mit Hermann) zu lesen. Schon Kvicala hat(in seinen Beiträgen zur Kritik und Erklärung des Sophokles, 1865) darauf hingewiesen, dass α‿ σιι mit dieser Bedeutung viel passender und natürlicher sich an die vorausgehenden Worte der Antigone anschliesst, statt in dem andern Sinne auf Ismenes Worte(v. 49, 61, 68) sich zurückzubeziehen: ich mag dich nicht zu der That auffordern sondern du mögest sein, wie es dir beliebt. Noch deutlicher aber weist es zurück auf v. 37 f., wo Antigone ihre einleitenden Worte beschliesst mit dem Satze:*l deigels ze½a elr euyeuns sᷣνxdᷣ sir νων ναάν, auf den sie nun hier, nach der Entscheidung, abschliessend zurückkommt.

v. 99 IX. deouc usεν Ʒυωexœ/im v rore iA⁴o ν ιννοι †ονν.

Nachdem Nauck die früher übliche Erklärung von 06¶&ρa alswahre Freundin (609%&dœᷣα) widerlegt hat, sind die meisten Commentatoren Bonitz gefolgt, der den Ausdruck in passivischem Sinne nimmt(wahrhaft geliebt), wie v. 897 ff. Gid r0ασmσ⁵⁴α, und zol gilois auf Ismene allein bezieht; andere haben dabei auch an Polyneikes gedacht und noch an v. 73 erinnert(qiν er urod stoνμαα, vgl. auch 89). Noch näher aber liegt der Hinweis auf 93 f. s ½ αs αeνυεέ α&μ&xνοσ ε dασωντι ττνοοσσηάαεεασε dεκέν(Wo 0οdασναεαε natürlich wie in v. 73 sεlαα gebraucht ist, obgleich man das wirklich bezweifelt hat, vgl. auch Phil. 861 Al0& raασmνεμεμνο O. T. 972). lch bin überzeugt, dass Ismene auf diese Worte ihrer Schwester ausdrücklich Bezug nimmt und mit der ihr eigenen Bescheidenheit und Gerechtig- keit gegenüber der ungerechten Schroffheit der Antigone anerkennt, dass die Schwester von ihr und dem Bruder(zoc Gε⁴αοις) geliebt werde(Piνν) und dass sie diese Liebe verdiene(6096mit Recht). Ich glaube nämlich, dass auch für 609% die richtige Deutung aus v. 94(dεxαe*) zu entnehmen sei; denn dass es auch in diesem Sinne gebraucht worden ist, unterliegt keinem Zweifel, vgl. Soph. Frg. 408 Dind. 69ο dvxeνs elu nrνυννμοσο æxoic. Thuc. III 40, 4 &t ydo ouros 6ϑς dmπμέμασντισαην, dusie o TOs⁴ν ασ ‿μ. I 38, 4 u. sonst; vgl.*α.αςι*ς, z. B. Soph. Trach. 457,«el ⁵μρνςqσε³οηας, d œρμς ταςοεε.

v. 148 duddo d μναηααάννννοι ⁷τινε̈ Niza r& rosuναομαεᷣ dννιναάοεςα O.

Auch an dieser Stelle haben die Erklärer sich von Bonitz leiten lassen, oder sie haben eine blos scheinbare Emendation gar in den Text gesetzt(Nauck nach M. Schmidt: dors gœeες). Die Erklärung von Bonitz aber, als gehörte avrt eigentlich vor4ϑ˙ε(freudig entgegen kam), ist doch etwas künstlich; auch sieht man nicht ein, warum die Göttin