Beiträge
zur
Kritik und Exegese der sophokleischen Antigone
von
Arthur Frederking.
v. 69 AN. our' deν ενκ‿2ενασααe ovνι ν,& sloic r4 rodσασνσννν ον*σ αëν ⁴1⁶εοςι dε uένα. a³ν 1σαι έmOο σ 2doxs*, e"Oν ν ⁵$̈⁴ JAο.
Der Imperativ 7ν¶ in v. 71 kann von stvat wie von eidevas hergeleitet werden. Erstere Auffassung hat schon ein Scholion vertreten und dmπααα gelesen, letzere liegt in unsern Hand- schriften der Antigone vor, die dmτoi bieten, und ist in neuerer Zeit besonders von Hermann Bonitz empfohlen worden(in seinen Beiträgen zur Erklärung des Sophokles, II. 1857) und wird auch von Schneidewin-Nauck, Wolff-Bellermann und Wecklein in ihren erklärenden Ausgaben der Antigone(achte, dritte und zweite Aufl.) geteilt, mit Unrecht, wie mir scheint. Hätte Ismene, statt zu mahnen: Jesννον(49), νmπναια(58), spvoss“ I*(61), ausdrücklich auf ihr Wissen gepocht(old' syο, ο οdx 0νᷣαν woder ähnlich), so wäre es natürlich 7 als Imperativ von o?dæ darauf zu beziehen; dann aber würde der Dichter schwerlich mit dmπποσ ³ασ oxe? fortfahren, sondern mit& eεσαντε* doxsie(„was du zu wissen dir einbildest“) oder ähnlich (drτοd σν doe?de könnte jemand vermuten). Und die allgemein citirte Stelle El. 1055 f., die Bonitz als vollkommen treffende Parallele für seine Erklärung der fraglichen Worte auführt, spricht eher dagegen; denn st αεœναιν νyxdνεs dm⸗α τ π sάά⁷ei bedeutet wol:„wenn du eine besondere Weisheit zu besitzen glaubst,“ das folgende&σνέκ œνναᷣ aber bezeichnet kein Wissen, sondern eine Gesinnung, Ueberzeugung(qoνε rοαẽraæ scl. oldrτeo goowsie, vgl. El. 1048 und 1049; oder:„hege solche Ueberzeugungen, wie sie aus dieser besonderen Weisheit fliessen“?). Gerade diese Stelle könnte den Gedanken anregen, 10, gleich Goνs, auf die Gesinnung zu beziehen, wie Schneidewin einmal vorgeschlagen hat. Denn nicht nur in der homerischen Sprache finden wir idevæ in dieser Bedeutung, z. B. in gilæ eidöres d,4αςα 277 u. and.(s. Ameis zu 4 189 im Anhang zu seiner Odysseeausgabe), auch im attischen Dialekte heisst es ganz gewöhnlich z. B. xανοανν mεα‿sεναχ i(jemandem Dank wissen), was im Passowschen Lexikon falsch erklärt wird:„jemandem eine genossene Gunst im Gedächtniss behalten,“ wie gerade aus der ebendort angeführten Wendung Xοσαιν αά,ενμιμμνσωσκηάρ εασαα hero- vorgeht, z. B. Eurip. Alc. 299 f. G*ννινiᷣ ⁴ν ιινσ'(nicht ĩ1⁶*) a*π.ναόηηιννσασρ εαααάςοένU ælßriο‿ yο drixv εν ourrors. Thucyd. I. 137, 2 xαοαν αmꝛενQνmχχααι αἀẽiævy, und in der Antigone selbst


