Aufsatz 
Lehrplan für den deutschen Unterricht : [nach Fachconferenzen zsgest.] / bearb. von Richard Forst
Entstehung
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Winter tritt die Erlernung der lateiniſchen Schriftformen, anfangs auf doppelten, ſpäter auf einfachen Linien hinzu.

Die Orthographie wird durch tägliches Abſchreiben aus dem Leſebuch, fleißiges Buch⸗ ſtabieren, wie auch durch Aufſchreiben leichter Sätze oder Verſe aus dem Kopfe, die be⸗ ſprochen oder durchbuchſtabiert ſind, geübt. Dehnung und Schärfung der Vokale, Silben⸗ trennung.

IV. Grammatik: Aus der Formenlehre ſind, im Anſchluß an das Leſeſtück, in elementarſter Form heranzuziehen: Artikel, Subſtantiv(De⸗ klination), Adjektiv, Verb und Pronomen; aus der Wortbildungslehre: Vor⸗ und Nach⸗ ſilben, Zuſammenſetzung der Subſtantiva; aus der Syntax: der einfache, nackte Satz.

1. Vorſchulklaſſe. 6 St. w.

I. Lehrbuch: Paulſiek, Lehrbuch für Vorſchulen, 2. Teil, für Septima.

II. Leſen: Das kurſoriſche Leſen iſt auch hier immer noch die Hauptſache; es ſind daher die auf den Inhalt bezüglichen Erklärungen auf das Maß deſſen zu beſchränken, was zum Ver⸗ ſtändnis des Stückes nötig iſt. Die Aus⸗ wahl derſelben ſchließt ſich, wenn thunlich, an die Jahreszeiten und chriſtlichen Feſte an. Hinſichtlich der ſinngemäßen Betonung iſt hier natürlich etwas mehr zu fordern als auf der vorigen Stufe.

III. Schreiben: Die übungen der vorigen Klaſſe werden fortgeſetzt; dazu kommen noch Diktate in deutſcher und lateiniſcher Schrift, ſowie das Niederſchreiben memorierten Stoffes aus dem Gedächtnis in etwas größerem Umfange. Dieſes iſt mehrfach bis zu völliger Sicherheit in der Orthographie zu wiederholen; Kopf⸗ buchſtabieren darf ebenſo wenig fehlen, als das Schreiben gleich oder ähnlich klingender Wörter.

IV. Grammatik: Die grammatiſchen Belehrungen, die nur gelegentlich bei der Beſprechung der Leſeſtücke, jedoch in einer beſtimmten Ordnung gegeben