Aufsatz 
Die Lehre vom Maß der Kräfte und ihrer Effekte, nebst Anwendung / von C. Fliedner
Entstehung
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2) Sind beide Bewegungen gleichmäßige mit den Ge⸗ ſchwindigkeiten c, und cz, ſo iſt die reſultirende Geſchwindig⸗ keit c= c.+c, und der während der Zeit? zurückgelegte Weg s= cit+ czt=(c.+ 9cz) t, wo das obere oder untere Zeichen zu nehmen iſt, je nachdem die beiden Bewegungen gleiche oder entgegengeſetzte Richtungen haben.

3) Iſt die eine Bewegung eine gleichmäßige mit der Ge⸗ ſchwindigkeit c, die andere eine gleichmäßig beſchleunigte mit der Beſchleunigung p, und bezeichnet o die Geſchwindigkeit des Körpers am Ende der Zeit!, dieſe Zeit von dem Augenblick an gerechnet, wo die Geſchwindigkeitszunahme begann, ſowie s den während dieſer Zeit durchlaufenen Weg, ſo hat man

a) für den Fall, daß beide Bewegungen nach der nämlichen Richtung ſtatt finden, v= c+ pl; s= ct+. 1p0:, woraus durch Elimination von folgt: 5= oder ve=+ 2ps; b) für den Fall, daß die beiden Bewegungen entgegengeſetzt gerichtet ſind, v==; s= ct 1pt:?; c2 v und daraus= z oder= 0 2. 2 p

4) Im letztern Falle(3,b) hat man, ſo lange pl Zoe iſt, eine gleichmäßig verzögerte Bewegung; iſt aber pt=, alſo v= 0 geworden, ſo geht von dieſem Augenblick an die Bewegung in eine gleichmäßig beſchleunigte von entgegengeſetzter Richtung über.

Für die gleichmäßig verzögerte Bewegung eines Kör⸗ pers, der in dem Augenblick, wenn die Verzögerung beginnt, eine Anfangsgeſchwindigkeit= c hat, ergibt ſich aus den For⸗ meln in 3. b), wenn die während jeder Sekunde ſtattfindende Geſchwindigkeitsabnahme oder Verzögerung, to die Zeit, in