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iſt Paderborniſchen Territorii et Jurisdictionis omnimodae. Was aber jenſeit dieſer Gräntzſteine nach Pyrmont und denen Pyrmontiſchen Dorffſchaften zu lieget, und dahin die Seite der Gräntz⸗Steine mit dem Pyrmontiſchen Creutz weiſet, das alles iſt Pyrmontiſchen Territorii und Jurisdictionis omnimodae.“— Zum 20ten iſt mit beyderſeits Belteben von ein oder andern Theils haben oder nicht habenden jure vel non jure feudali vel allodiali zumalen abstrahiret, ſolches alles hiemit gäntzlich aufgehoben, und haben oft Hochgedachte Herren Graffen zu Waldeck.... vor ſich, Ihre Erben und Nachfolgern, auch alle die liegenden Güter, Gerechtigkeiten und jura,..., ſo von Weyl. den Herren Graffen von Spiegelberg, Lippe und Gleichen bis an die Herren Graffen zu Waldeck gebracht,.... Ihro Hochfürſtlichen Gnaden zu Paderborn und dero Kirchen hiermit auf⸗ getragen, dieſelbe pro vero ac indubitato Gondomino ac compossessore der Graffſchafft.... agnosciret, inmaſſen höchſtgedachte Ihro Hochfürſtl. Gnaden und dero Thum⸗Capitul auch ſolches beſter Geſtalt Rechtens acceptirt, und angenommen.“—„Hingegen aber zum 2lten baben jetzt Höchſtgedachte Ibro Hochfürſtl. Gnaden vor ſich und Ihro künftige Successoren am Stift ſamt dero Thum⸗Capitul nicht alleine, dieſe jetztbemelte Dero Stift von Gräffl. Waldeck. Seiten aufgetragene in der Graffſchafft oder außerbalb derſelben, befindliche Güter,.... ſondern auch die Graffſchafft Pyrmont ſelbſt mit dero Hoch⸗ und Bottmäſſigkeit.... oft Hoch⸗ gemelten Herren Graffen zu Waldeck und deren Männlichen Ehelich gebohrenen Gräfl. descendenten in einem unzertheilten corpore binwieder verliehen und aufgetragen, thun ſolches auch hiermit und in Krafft dieſes Briefes.“ —„Zum 23ten haben Ihro Hoch⸗Gräfl. Gnaden die Herren Graffen zu Waldeck und derer Männliche Ehelich geborne Gräfl. Descendenten ſelbigen Stammes und Namens den alleinigen Effect und Würklichkeit des Dominii und dero pro jure et interesse suo zuſtehenden possessionis civilis et naturalis dieſer alſo hine inde trans- ferirter und communicirter Güter, Recht und Gerechtigkeiten ohne Lehnbare hiermit ausdrücklich remitirter qualitaet privative allein zu genieſſen, zu exerciren und zu gebrauchen,.... und ſoll an Paderborniſcher Seiten das Exercitium et effectus daran mithabenden Condominii et possessionis gäntzlich und allerdings zwaren quiesciren und in suspenso ſein, mit dem bedinglichen beyderſeits acceptirten Vorbehalt und reservato jedoch, daferne zum 24ten(welches der allmächtige Gott verhüten wolle) von oft Hochgedachten Herren Graffen zu Waldeck Ehelich posterirende Gräfl. Descendentes ausſterben würden, daß bis dahin in suspenso geweſenes Exercitium et usus dominii et possessionis Paderbornensis, durch des letzteren Herren Graffen tödtlichen Ab⸗ fall eodem momento obitus, ipso jure et facto, ſeine volle Würklichkeit haben, Haus und Graffſchafft Pyrmont
... in dem alleinigen dominio und völligen Beſitz des zeitlichen Biſchofs und Fürſten zu Paderborn und ſelbi⸗ ger Kirchen ſtehen und verbleiben,.... inmaſſen zu ſelbiger Zeit im Leben befindliche Fräulein oder anderen Gräfl. Waldeck. Erben ſich keines Hinterhaltes, Einrede anmaſſen ſollen.“—„Welchen Erben zum 2öten ſollen innerhalb zwey Monathen nach des letzten Herren Graffen zu Waldeck tödlichen Abfall,.... in einer ohnzer⸗ trennten Summ an guter Reichs⸗Müntz... von dem zeitlichen Biſchoffen und Thum⸗Capitul zu Paderborn entrichtet werden dreyſig Tauſend Gülden, jeden zu drey Kopf⸗Stück oder Vier und Zwantzig Groſchen Pader⸗ borniſcher Wehrung gerechnet.“—„Zu deſſen mebrerer Verſicherung und währender Gedächtniß dieſes darinnen reservirten Condominii et possessionis civilis, ſoll zum 27ten ſowohl vom zeitigen Biſchoffen und Fürſten zu Paderborn, als von dem Herren Graffen zu Pyrmont Tittul und Wappen von Pyrmont geführet und gebrauchet werden, ſelbigen Tittul auch einer dem anderen ſchreiben und geben.....
Nach dieſem Vertrag erhält alſo Paderborn das Amt Lüde. Die Grafſchaft Pyrmont tragen die
Grafen von Waldeck dem Biſchof von Paderborn der Form nach zum Lehen auf und erhalten ſie fofort durch den vorliegenden Vertrag für ſich und alle ihre männlichen Nachkommen zurück, und damit ſind alle beiderſeitigen Anſprüche auf Lehnsoberhoheit oder Freiheit von derſelben für immer aufgehoben. Paderborn behält ſich den Mitbeſitz der Grafſchaft vor, läßt aber das Recht des Mitbeſitzes ruhen, ſo lange das Haus Waldeck in männlicher Linie beſteht. Im Fall des Ausſterbens des Mannesſtammes fällt die Grafſchaſt Pyrmont an Paderborn, und dieſes zahlt an die überlebenden letzten weiblichen Erben, welche keine Anſprüche an die Grafſchaft erheben dürfen, die Summe von 30000 Gulden. Beide Teile führen als Zeichen des gemeinſchaftlichen Beſitzes das Wappen der Grafſchaft Pyrmont.
So war endlich die Grafſchaft Pyrmont dem Hauſe Waldeck für immer geſichert.
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