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Hauſes ein junger, fremder Mann gewohnt, von deſſen Lebensweiſe niemand näher wußte, der ſich Jahr aus Jahr ein auch niemals habe blicken laſſen, außer— nach dem Volksglauben— regelmäßig vor dem Ausbruch einer Feuersbrunſt. Dann ſah man ihn in einer ſcharlach⸗ roten, netzartigen Mütze unruhig am kleinen Fenſter auf und nieder gehen, zum ſicheren Vorzeichen des nahe drohenden Unglücks. Mit den erſten Feuerlärmen kam er auf einem mageren Klepper unten aus dem Stalle hervorgeſprengt und nahm pfeilſchnell, unfehlbar ſeinen Lauf nach dem Orte des Brandes.“
11. Zwei Liebchen(S. 187):„Ein Schifflein auf der Donau ſchwamm, Drin ſaßen Braut und Bräutigam,— Er hüben und ſie drüben“.
12. Nixe Binſefuß(S. 185):„Des Waſſermanns ſein Töchterlein Tanzt auf dem Eis im Vollmondſchein.“—
Arm iſt unſere Litteratur an der poetiſchen Bearbeitung
der alten ſchönen Legenden; Mörike hatte für ſie beſonderes Intereſſe und eine nur von Goethe erreichte Darſtellungsgabe. In Cleverſulzbach dichtete er das herrliche Stück„Erzengel Michaels Feder“. Freilich ſcheint mir, wie die Dinge liegen, daß nur der erſte Teil für ein Schulbuch in Betracht kommen kann; und wenn man da die vier letzten Zeilen wegläßt, ſo hat man auch einen entſprechenden Abſchluß; ich ſchlage alſo vor:
13. Erzengel Michaels Feder(S. 253):„Weil ſchon, vor viel hundert Jahren, Da unſre Väter noch Heiden waren“—„Noch bis heute hoch verehrt ward.“ S. 255.
Daran mögen ſich anſchließen, aber nicht früher als in
Unterſekunda:
14. Schlafendes Jeſukind(S. 163 ff.):„Sohn der Jungfrau, Himmelskind! am Boden Auf dem Holz der Schmerzen eingeſchlafen.“
15. Crux fidelis(S. 403):„Heiliges Kreuz! vor allen Bäumen, Selig, herrlich, edle Kraft!“
16. Beim Tagesanbruch(S. 104):„Sage doch, wird es denn heute nicht Tag? es dämmert ſo lange.“


