Aufsatz 
Eduard Mörike : Seine Stellung in der Literaturgeschichte und im deutschen Unterricht / von Karl Fischer, Dr. phil., Gymnasialdirektor
Entstehung
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iſt es gegen die Tierquälerei gerichtet. Nur hierin hat M. eine Tendenz poetiſch vertreten, die er ſonſt verwarf. Eine ſolche Tendenz gehört auch heute noch in die Poeſie wie in die Schule. (Andere Stücke vergleiche weiter unten.)

Zweite Gruppe.

Hier kommen zunächſt diejenigen Stücke in Betracht, die den Charakter des Volkslieds haben:

1

2. 3.

4.

.Jung Volker(S. 54):Jung Volker iſt unſer Räuber⸗

hauptmann, Mit Fiedel und mit Flinte. Soldatenbraut(S. 65):Ach wenns nur der König auch wüßt, Wie wacker mein Schätzlein iſt.

Der Tambour(S. 300):Wenn meine Mutter hexen könnt, Da müßt ſie mit dem Regiment.

Der Gärtner(S. 57):Auf ihrem Leibrößlein, So weiß wie der Schnee.

.Wanderlied(S. 286):Entflohn ſind wir dem Stadt⸗

gedränge, Wie anders leuchtet hier der Tag.

. Auf einem Kirchturm(S. 288):Ein Glockentonmeer

wallet Zu Füßen uns und hallet Weit über Stadt und Land.

.Die Geiſter am Mummelſee(S. 75):Vom Berge was

kommt dort um Mitternacht ſpät Mit Fackeln ſo prächtig herunter?

Daran ſchließen ſich Balladen und Romanzen:

8.

9.

10.

Die traurige Krönung(S. 53):Es war ein König Mileſint, Von dem will ich euch ſagen.

Ritterliche Werbung(S. 66):Wo gehſt Du hin, Du ſchönes Kind? Zu melken, Herr! ſprach Gotelind. Der Feuerreiter(S. 67):Sehet ihr am Fenſterlein dort die rote Mütze wieder? Zur Erklärung fügt Mörike in der 1. Ausgabe der Gedichte eine Anmerkung hinzu, die ich hier wiederhole, weil jene Ausgabe ſchwer zu haben iſt. Die Anmerkung lautet:In einer alten Stadt, ſo wird erzählt, habe im Giebeldache eines kleinen