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der Sprache erreicht, über die Mörike gebot. Das ſprudelt und perlt und gleitet und zögert, als ſpielte mit jedem Quelltropfen ein Elf. Man leſe ſich einmal„Im Frühling“ mit verſtändnis⸗ voller Betonung des Rhythmus vor. Alles, alles iſt da Melodie, aber kein Zeilchen iſt Klingklang.“„Mit der keuſchen Urſprüng⸗ lichkeit des lyriſchen Hellſehens bei Mörike“ darf Heines geiſtreiche Bewußtheit nicht verglichen werden. Es liegt im Weſen der Lyrik, daß ſie nur national ſein, nicht überſetzt werden kann; das kann auch Mörikes Lyrik nicht, die„die edelſte Blüte der deutſchen lyriſchen Kunſt nach Goethe bleibt“ und„an dichteriſchem Fein⸗ heitsgehalt ſelbſt von der Uhlands nicht erreicht“ wird.„Daß dieſe Lyrik bis in die letzte Herzfaſer hinein deutſch iſt, iſt ſelbſt⸗ verſtändlich. Denn wer aus den letzten Tiefen der eignen Perſön⸗ lichkeit ſchöpft, muß ja dort auch die Quellen treffen, zu denen die Wurzeln der gemeinſamen Raſſe gehen.“


