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ſeinem lieben Hartlaub widmete; 1839 ließ er die Sammlung „Iris“ erſcheinen, in der die Oper„Die Regenbrüder“, der letzte König von Orplid, neubearbeitet aus dem Nolten, die etwas geänderte Novelle L. Gelmeroth und die Märchen„Der Bauer und ſein Sohn“ und„Die Hand der Iezerte“ enthalten ſind; 1840 veröffentlichte er die„Klaſſiſche Blumenleſe“ und 1842 bearbeitete er Waiblingers Gedichte, die 1844 erſchienen. Nachdem Mörike mit Schweſter Clara, einer Einladung Hart⸗ laubs folgend, von Herbſt 1843 bis Frühjahr 1844 bei dieſem in Wermuthshauſen, etwa 4 Stunden von Mergentheim, zu⸗ gebracht und Frühjahr bis Herbſt 1844 im Schwäbiſch⸗Hall gelebt hatte, zog er nach dem milden Mergentheim, deſſen Bäder ihm ſchon früher gute Dienſte geleiſtet hatten, um daſelbſt bis in den Sommer 1851 zu bleiben. In dieſer Zeit beſchäftigte ſich Mörike, ſoweit es ſeine ſehr wankende Geſundheit zuließ, viel mit dem Sammeln von Petrefakten. Freilich wurde er durch eine Affektion des Rückenmarks ſchon 1847 in ſeiner Bewegungsfreiheit ſo ein⸗ geſchränkt, daß er zuletzt nur wenige Minuten ſich ohne Stütze bewegen und ſtehen konnte; ſein lieber, treuer Jugendfreund Blumhardt, damals noch in Möttlingen bei Calw, ſpäter in Bad Boll, hat ihn auf ſeine Weiſe geheilt; wie, braucht der Biograph nicht feſtzuſtellen,, aber die Thatſache iſt unleugbar. Trotz ſeiner körperlichen Leiden nahm Mörike an den wichtigen Zeitvorgängen leb⸗ haften Antheil. Beſonders war es der Schweizer Sonderbundskrieg, der ihn Tag und Nacht beſchäftigte. Gretchen v. Speth, ſeine ſpätere Frau, mußte ihm jeden Tag die Zeitung vorleſen, die er gar nicht erwarten konnte.„Den Schweizer Feldzug, ſchreibt er an Hartlaub am 1. Dezember 1847, haben wir unanimiter zu⸗ ſammen gemacht.“„An den freudigen Erſchütterungen, die mir die Berichte ſtoßweiſe gaben, merkte ich, daß mein Herz noch jung und geſund genug ſei. Wie die Freiburger Füchſe, Marder und Wieſel ſo geſchwind aus ihren Neſtern herausgetrommelt wurden!“ Hei, wie„der herrliche Dufour“ bei Gislikon das Feld fegte. Nicht minder beſchäftigten ihn die Pariſer Vorgänge im Februar 1848. „Die Nachrichten aus Frankreich, ſchreibt er am 1. März 1848 an Hartlaub, verſchlingen billig jedes andere Intereſſe und laſſen 2*


