Vorbemerkungen.
In dem Allerhöchsten Erlaſs an das Staatsministerium vom 1. Mai 1889 wird von der Schule verlangt:„Sie muls bestrebt sein, schon der Jugend die Uberzeugung zu verschaffen, daſs die Lehren der Sozialdemokratie nicht nur den göttlichen Geboten und der christlichen Sittenlehre widersprechen, sondern in der Wirklich- keit unausführbar und in ihren Konsequenzen den Einzelnen und dem Ganzen gleich verderblich sind.“
Die Lehren der Sozialdemokratie hat Bebel in der Sitzung des Reichstags vom 31. Dezember 1881(Stenogr. Ber. S. 657) in folgender programmatischer Forderung zusammengefaſst:„Auf politischem Gebiet die Republik, auf ökonomischem der Sozialismus, auf dem was man heute religiöses Gebiet nennt, der Atheismus.“ Die Religion ist, wie derselbe in der Sitzung vom 23./1. 1891 sagte, „nur ein Mittel zur Ausbeutung des Volks“ und Liebknecht proklamierte am 25. Januar 1890:„Die neue Religion für die Massen ist die Sozialdemokratie.“ Der„Volksstaat,“ an dem die eben Genannten, sowie Marx, Engels u. a. arbeiteten, erklärte (August 1870),„das Volk will Gottes Sohn sein.“ Dasselbe Blatt schreibt(9./3. 1874),„Christentum und Sozialismus stehen sich gegenüber wie Feuer und Wasser,“„die christliche Kirche ist ein tollphantastisches Religionssystem“(17./9. 1876). Vom Christentum sagt der„Züricher Sozialdemokrat“ am 25./5. 1880:„Wie eine so
blödsinnige Religion, wie das Christentum ist, überhaupt nur bei


