4. Kapitel. Ausgang und Würdigung.
Im Anfang des Sommers 1691 bemerkte Boyle eine ſolche Erſchütterung ſeiner Geſundheit, daß er an die letzte Ordnung ſeiner Angelegenheiten ging und am 18. Juli ſein Teſtament machte, dem er ſpäter noch einige Anhänge gab(W. I, 100 ff). Im Oktober verſchlimmerte ſich ſein Zuſtand, namentlich als ſeine teure Schweſter Katharina auch ſchwer erkrankt war; beſonders verſchlimmerte ſich ſein Augenübel fortwährend, ſodaß er fürchtete, ſeinem Leiden nicht mehr wie ein Chriſt gewachſen zu ſein. Sein Zuſtand wurde merklich ſchlimmer wie der ſeiner Schweſter; am 23. Dezember ſtarb dieſelbe. Auch der Schmerz dieſer ſo tief Geliebten warf ihn nicht nieder; er ſchrieb eigenhändig noch Aenderungen des Teſtaments, — die letzten am Tag vor ſeinem Tode— welche durch deren Hingang nötig geworden waren. Erſt Abend vor Sylveſter“) nahm die Sehkraft und der ganze Kräfteſtand ſo ab, daß er zu Bett gehen mußte; 11 ¾ Uhr Nachts, eine Woche nach dem Tode ſeiner Schweſter, ſchlummerte er ruhig hinüber in das Jenſeits, für das er wohl ſo trefflich vorbereitet war wie wenige außer ihm. Wie er gelebt, ſo war er geſtorben. Sein Teſtament hatte er begonnen:„Im Namen Gottes, Amen!“ und die hauptſächlichſte Beſtimmung desſelben war die, daß er Gott ſeine Seele empfiehlt und ihn um Vergebung
*) Auch Sylveſterabend ſelbſt wird von andern angegeben; be— ſtimmteres habe ich nicht ausmachen können.


