67 mehr Aufwand durch ungefühlte Transſpiration ſtattfindet als die Forſcher glauben;
4. da die kleinen Reſte eines zergangenen Körpers ihre eigene Natur beibehalten können unter verſchiedenen Verände⸗ rungen und Verkleidungen, denen ſie ſpäter wieder entrückt werden können;
5. da der menſchliche Körper, ohne daß er aufhört der— ſelbe zu ſein, verbeſſert und vermehrt werden kann durch Anpaſſung von Materie, welche der früheren gleichartig iſt; da ſich dieſe Dinge ſo verhalten, wie ſollte es da unmöglich ſein, daß ein höchſt intelligentes, wirkendes Weſen im Stande ſein könnte, die Teile eines menſchlichen Körpers ſo zu ordnen und zu behüten, daß teils von dem was in den Knoöchen bleibt, teils von dem was durch Transſpiration ſich verflüchtigt, teils von dem was auf andere Weiſe bei der Auflöſung ver— wendet wird, eine hinreichende Anzahl bewahrt oder wieder gewonnen wird. Sodaß, indem ſie ihrer Verkleidung entrückt, oder von anderen Beſtandteilen der Materie befreit werden, mit denen ſie zufällig eine Verbindung eingegangen ſind, ſie wieder mit einander verbunden werden können, und, wenn nötig, mit Teilen einer entſprechenden Materie verbunden, einen Körper herſtellen oder wieder hervorbringen, der, wieder vereint mit der früheren Seele, in einem dem Ausdruck der heil. Schrift konformen Sinne denſelben Menſchen wieder zuſammenfaſſen kann, deſſen Seele und Körper früher durch den Tod getrennt waren.
Im Jahre 81 veröffentlichte er ſodann eine Abhand⸗ lung über die Dinge, welche über die Vernunft gingen.(IV, 39 ff.) Die Unterſuchung iſt in die Form eines Geſprächs zwiſchen vier Männern eingekleidet und erörtert die Frage, ob ein Philoſoph zugeben könne, daß es dergleichen Dinge gäbe. Der Raum verbietet hier näher auf die ſechs Ratſchläge und Vorſchriften einzugehen, die B. als Antwort erteilt. Dergleichen Dinge, wird zugegeben, giebt es allerdings dem Anſcheine nach ſowohl im Buch der Natur als der Gnade; dieſer Umſtand aber ſoll uns beſonders daran mahnen, unſere
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