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dort beſondere Freude haben, weil wir Dinge ſehen, die wir vorher nicht ſehen, durch unſere dann erleuchteten Augen werden wir das früher Geſchaute viel vollkommener ſehen als vorher: Gott und den Herrn Jeſum in aller Herrlichkeit, die Engel und Heiligen und die unſeren werden wir erkennen, wie ſich ja auch Abraham und Lazarus erkannt haben; alle Geheimniſſe und Rätſel werden wir erkennen(Röm. 11, 33). So wird unſre Seligkeit alle Zeit gleich und allezeit neu ſein, denn wir ſehen nichts Unvollkommenes und erkennen das Vollkommene immer mehr. Dieſe Seligkeit wird jeder genießen und ſo wird ſeine Luſt die Freude Aller ſein.
So recht aus der letzten engliſchen Wanderzeit rührt die Schrift: Gedanken über Stil und Schreibart der Heil. Schrift,n) die allerdings erſt ſpäter veröffentlicht iſt. Nachdem Boyle vorausgeſchickt hat, daß er ſich das Thema nicht ſelbſt gewählt habe, ſondern daß ihn ein Freund zur Wahl desſelben überredet und er demgemäß auch einen läſſigen Stil gebraucht habe, erzählt er, das Meiſte ſei auf Reiſen geſchrieben und zwar in eine Abhandlung verwebt, aus der er es dann in ganzen und halben Blättern habe herausreißen und durch einige Zeilen und Worte in Verbindung ſetzen müſſen. Hier und da habe er Lücken gelaſſen. Wenn er auch viel Fleiß auf die Sache ſelbſt verwandt habe, ſo erſchwerten ihm die erwähnten Um- und Uebelſtände doch die Veröffentlichung in hohem Grade.
Der Aufſatz iſt durch eine Zuſchrift einem ſeiner Brüder, dem Grafen von Orrery zugeeignet. Der Menſch, meint Boyle, müſſe es mit der hl. Schrift, die das Vortrefflichſte unter der Sonne ſei, ebenſo machen wie ein Brennſpiegel mit den Sonnenſtrahlen. Dieſe kann er ſich zwar ſelbſt nicht nehmen, aber er kann ſie ſammeln, verwahren und da und dorthin leiten. Der Menſch kann Gott ſeine Wahrheit nicht abtrotzen, aber da es Gott gefallen hat, jene durch ſein Wort zu offen⸗
*) Werke II, S. 88 ff.


