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dann geiſtliche um ſo beſſer zu ſingen; durch die Jagd üben wir uns für die Strapazen des Krieges. Aber da jene Liebe am Unvollkommenen haftet, ſo kann ſie nie Genüge bringen wie die Gottesliebe, die am Vollkommenen haftet.
Nachdem er auf dieſe Weiſe die Eigenſchaften der ſera⸗ phiſchen Liebe dargelegt hat, wendet er ſich zu dem Objekt derſelben, Gott. Wie gewaltig, groß, ſchön, weiſe und gütig er iſt, lehrt überall das Buch der Natur; aber da wir von all dieſem nur eine ganz unvollkommene Kenntnis und Vor⸗ ſtellung haben, ſo iſt ſtillſchweigende Bewunderung das beſte für den Menſchen. Gott und Chriſtus haben, wie in der Menſchwerdung und Opferung, ſo in unendlich viel anderen Wundern und Werken ihre unermeßliche Liebe erwieſen; und dieſe Liebe iſt gänzlich ſelbſtlos, ſie kommt nur aus Güte und Gnade. Wie unſer Gehorſam nur uns nützt und nicht ihm, ſo ſchadet auch uns nur unſer Ungehorſam. Wenn wir die Sonne betrachten, vermehren wir nicht ihr Licht, und wenn wir ſie nicht anſehen, verdunkeln wir ſie nicht, ſondern uns. Wir ſind ſo ohnmächtig, etwas für ihn zu thun, daß ſogar unſer Wollen von ihm gewirkt iſt(1. Joh. 4, 10). Wie ſeine Liebe beſtändig iſt, ſo ſucht er auch unſre Liebe zu ihm beſtändig zu machen. Gottes Liebe iſt wie ein Magnet; deſſen Neigung zum Eiſen iſt unveränderlich, nach der Ver⸗ einigung mit ihm bleibt er gleich anziehend, endlich macht er das Eiſen durch jede Vereinigung magnetiſcher, alſo für die⸗ ſelbe tüchtiger, ohne daß er ſelbſt einen Nutzen davon hat. Gottes Liebe iſt alſo der Quell all unſrer Seligkeit ſowohl für das irdiſche Leben— denn ſie verleiht uns alle körper— lichen und geiſtigen Kräfte(5. Moſe 8, 17, Hoſ. 2, 8) und bewahrt uns vor den Übeln der Sünde— als auch für das ewige Leben. Wir ſind Mietlinge, wenn wir dies als Lohn anſehen, Menſchen, wenn wir es als Troſt und Hoffnung empfinden. Von der himmliſchen Luſt können wir uns keine Vorſtellung machen, ebenſo wenig wie das ungeborene Kind von den Farben und Tönen dieſer Welt. Wir werden aber


