Aufsatz 
Robert Boyle : ein christlicher Natur- und Schriftforscher / dargestellt von Karl Fischer
Entstehung
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einen franzöſiſchen Edelmann galt, hatte er überall Zutritt und konnte auch den Papſt und ſeine Kardinäle aus nächſter Nähe ſehen. Nach mehrwöchentlichem Aufenthalt kehrte er nach Florenz zurück, um nach kurzem Aufenthalt daſelbſt nach Livorno aufzubrechen und ſich von da zur See über Genua und Nizza nach Marſeille zu begeben, wo er im Mai ankam.*) Auch während dieſer Zeit hatte Boyle ununterbrochen und mit großem Eifer ſtudiert, ſodaß ſein Bruder Franz von ihm ſagte, er habe nie einen Augenblick unbenutzt gelaſſen; beſonders hatte ihn bei ſeinem Studium der alten Philoſophen die Schule der Stoiker beſchäftigt. Als die Brüder in Marſeille bei dem bezeichneten Bankhauſe ihre Wechſel ziehen wollten, empfingen ſie in einem Brief des Vaters die Nachricht, daß ganz Irland wieder in Aufruhr ſtünde, übrigens habe er 250 Pfd. für ihre nächſten Ausgaben in ſichere Hände nieder⸗ gelegt. Allein der Londoner Kaufmann Perkins, dem das Geld anvertraut war, veruntreute dasſelbe, ſodaß die Brüder nichts erhielten. So mußten ſie zwei Jahre vergebens auf Geld warten und lebten nur von Marcombes' Unterſtützung. Durch deſſen weiteren Beiſtand und die Verſetzung von Juwelen konnten ſie endlich ihre Heimreiſe nach England bewerkſtelligen, wo ſie Mitte 1644 ankamen und mit der ſchmerzlichen Nachricht von dem Tode des heißgeliebten Vaters empfangen wurden.

*) Bis hierher reicht ſeine Selbſtbiographie, die er alsPhilaretus ſchrieb und die in Birchs Biogr. im 1. Band ſeiner Werke ſteht. S. 6 15.