Aufsatz 
Robert Boyle : ein christlicher Natur- und Schriftforscher / dargestellt von Karl Fischer
Entstehung
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3. Kapitel. Zünglingsjahre.

Irland ſtand noch in wildem Aufruhr, Schottland in Waffen, über England gingen die trüben Fluten des Bürger kriegs, Cromwell hatte eben ſeine erſten Lorbeeren bei Marſton Moor gepflückt. Die großen iriſchen Beſitzungen, welche Robert von ſeinem Vater geerbt hatte, waren unter ſolchen Umſtänden wertlos; nur das ſtille Stalbridge ſtand ihm offen, aber Geld mittel waren keine zu beſchaffen. Es war, wie er ſelbſt an⸗ erkennt, eine gnädige Fügung Gottes, daß er ſchnell ſeine geliebte Schweſter Katharine, Lady Ranelagh, fand, bei der er die nächſten Monate des ſturmvollen Jahres zubringen konnte. Den Ratſchlägen und Einwirkungen dieſer ebenſo reinen und treuen wie klugen und thatkräftigen Frau hatte er es zu danken, daß er nicht in die Wogen des Parteikampfes geriſſen ſowie durch das Parlament in ſeinem iriſchen wie engliſchen Erbe anerkannt wurde.

In den folgenden Jahren wechſelte er im Aufenthalt mit Stalbrige, London, Cambridge, auch Oxford; war jedoch von 1646 50 mit geringen Unterbrechungen in Stalbridge, um ſeinen Studien obzuliegen. Unterdeſſen hatten die Gräuel des Bürgerkriegs nur noch zugenommen: Naſeby war geſchlagen, Karl hatte ſich an die Schotten ergeben und war von ihnen dem Parlament ausgeliefert worden; nach der Flucht des Königs und ſeinem Geheimvertrag mit den Schotten, Ende 47, brach Februar 48 mit dem royaliſtiſchen Aufſtand der Bürgerkrieg