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Nach Eton zurückgekehrt, wandte er ſich noch einmal be— ſonders lateiniſchen Studien zu, um ſich dann bald wieder der Realien ſtärker zu befleißigen; im Franzöſiſchen hatte er ſich übrigens ſo vervollkommnet, daß er dieſe Sprache beinahe vollſtändig beherrſchte. Auch an den erſten poetiſchen Verſuchen— auch in Latein und franzöſiſcher Sprache— fehlte es nicht, aber er verfehlte auch nicht, ſie rechtzeitig zu verbrennen. Den Unterricht in der Muſik gab er wegen mangelnder Anlage bald wieder auf.
Nach etwa dreijährigem Aufenthalt in Eton ging Boyle Frühjahr 1638 nach dem ſchönen Stalbridge, wo auch ſeine oben genannte Schweſter und zwei ältere Brüder mit einem Franzoſen angekommen waren, der— er hieß Marcombes— ſein Erzieher und Reiſebegleiter werden ſollte. Dieſer hatte mehrere Jahre als Soldat gedient, war dann gereiſt und Hofmeiſter bei mehreren vornehmen Edelleuten geweſen. Im Außeren ein vollendeter Kavalier, war er zwar nicht gelehrt und kannte die Welt beſſer als die Bücher; die Pedanterie aber haßte er wie eine der ſieben Todſünden. Dabei war er wirtſchaftlich und auf die rechte Weiſe ſparſam, ein geſunder Chriſt und gewiſſenhafter Förderer alles Guten. Mit dieſem Hofmeiſter brachte er nun einen herrlichen Sommer in Stal— bridge zu, vervollkommnete ſich in franzöſiſcher Konverſation und ſtudierte eine lateiniſch geſchriebeue Univerſalgeſchichte, die franzöſiſch erklärt und beſprochen wurde. Als beſonderes Zeichen ſeines Wohlwollens und Vertrauens hatte ihm ſein Vater während des ganzen Sommers die Schlüſſel zu allen Gärten und Obſtanlagen anvertraut; und ſo oft es ihm ſeine Studien erlaubten, verwandte er 4—5 Stunden auf ſchöne Spaziergänge und überließ ſich ſeinen Träumereien. Ende des Sommers erſchien in St. ein alter Freund ſeines Vaters, Sir Thomas Stafford; durch deſſen Beſuch veranlaßt, kam dann Robert mit ſeinem Vater und den übrigen Verwandten nach London, wo er auch am Hof Karls I. vorgeſtellt und in die große Geſellſchaft eingeführt wurde.


