Aufsatz 
Robert Boyle : ein christlicher Natur- und Schriftforscher / dargestellt von Karl Fischer
Entstehung
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Trotz ſeiner Neigung zu phantaſtiſchem Spiel und Getändel wußte er durch ſeine Strebſamkeit und ſeinen Fleiß ſeinen Lehrer Harriſon ſo für ſich zu gewinnen, daß ihn dieſer privatim noch weiter förderte und ihm zu einem erfolgreichen Be⸗ trieb des Studiums Anweiſung gab. So wie er auf ſeiner Reiſe von Dublin nach Eton kaum den türkiſchen Piraten entgangen war, ſo bewieſen ihm drei Unglücksfälle, die er in Eton ſchnell hinter einander zu beſtehen hatte, den beſonderen Schutz des Himmels. Einmal nänlich, als er zu Bette lag, ſtürzten Decke und Wände des Zimmers zuſammen; da er aber die Geiſtesgegenwart hatte, ſofort ſeinen Kopf mit dem Bettlacken zu umhüllen, ſo hielt er ſich von Verletzungen und dem Staub frei, der ihn erſtickt haben würde. Kurz darauf würde er von ſeinem Pferde, das ſich bis zum Überſchlagen bäumte, zermalmt worden ſein, wenn er ſich nicht ſofort bügelfrei gemacht hätte und abgeſprungen wäre. Ein anderes Mal wäre er durch die Nachläſſigkeit eines Apothekers, der die Medikamente ver wechſelt hatte, beinahe zu ſchwerem Schaden gekommen. Seine frühere feſte Konſtitution war nämlich durch ein Wechſelfieber erſchüttert worden, das er ſich als Zehnjähriger bei einem Beſuch in London zugezogen hatte. Von dem Fieber leiblich und geiſtig ſtark geſchwächt und von Melancholie ſchwer gedrückt fing er an, den Abenteuer⸗Roman Amadis mit ſolcher Begierde zu leſen, daß er bei ſeiner lebhaften Phantaſie von einer großen inneren Aufregung und Unruhe befallen wurde. Als er aber auch nach ſeiner Herſtellung ſeine Aufmerkſamkeit nur ſehr ſchwer auf einen Punkt richten konnte, beſchloß der kaum Zehnjährige, um dieſer Störung Herr zu werden, algebraiſche Gleichungen zu bearbeiten. Nicht nur erreichte er ſeinen Zweck, ſondern er gewann auch an dieſen Studien ſolche Freude, daß er ſie ſchnell auf Geometrie und Trigonometrie, Befeſtigungs⸗ kunſt und Aſtronomie mit Erfolg ausdehnte.

Die ſchönſte Unterbrechung ſeines Etoner Lebens war der mehrwöchentliche Aufenthalt bei ſeinem Vater auf dem Land⸗ gute Stalbridge in Dorſetſhire.