Aufsatz 
Robert Boyle : ein christlicher Natur- und Schriftforscher / dargestellt von Karl Fischer
Entstehung
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Treue und Liebe. Seine zweite Gemahlin die erſte war einem totgeborenen Sohne unmittelbar nach deſſen Geburt im Tode gefolgt Katharina Fenton, Tochter des erſten Staats⸗ ſekretärs von Irland, die er ſelbſttiefreligiös, tugendhaft, liebenswürdig und gehorſam nennt, hatte ihm 15 Kinder, 7 Söhne und 8 Töchter geboren; ſie ging ihm im Tode voran im Februar 1629.Mein geliebtes Weib, ſagt er eben in jener Lebensrechnung, war die Krone all meines Glücks. Auch ſein Lebensabend war ſtürmiſch genug. Im Jahre 1641 brach eine neue Revolution in Irland aus, zuletzt ergriff ſie auch ſeine Grafſchaft. Sogleich warb er zwei Schwadronen Reiter und 460 Mann zu Fußp, ſetzte ſeine vier älteſten Söhne als Unterbefehlshaber über dieſe Truppe und beſiegte mit ihr ein Sohn fiel dabei die Rebellen. Aber noch während der Wirren ſtarb er in Youghall im September 1643; zur Zeit, als England unter dem Sturme des Bürgerkriegs ſeufzte. Der große Graf hieß er. Er war aber nicht bloß ein großer Staatsmann und erfahrener, unerſchrockener Soldat, ſondern auch ein tiefreligiöſer Mann und begeiſterter Anhänger ſeiner Kirche. Auf eigene Koſten baute er Kirchen, Armen⸗ häuſer, Freiſchulen, legte Brücken, Burgen und feſte Plätze an und verwandte unermeßliche Summen für das öffentliche Wohl. Darum meinte Oliver Cromwell bei Ausbruch der triſchen Erhebung, wenn in allen iriſchen Provinzen ein Graf von Corke geweſen wäre, hätte keine Rebellion ausbrechen können. Erwar ein ganzer Mann.Gottes Vorſehung iſt mein Erbgut war ſein Wahlſpruch.

Dieſes Mannes jüngſter Sohn und vorletztes Kind war Robert Boyle, geboren auf dem Landgute ſeines Vaters Lis⸗ more in der iriſchen Provinz Munſter am 25. Januar 1626, getauft daſelbſt am Pauli Bekehrungstag desſelben Jahres. Sobald es ohne Gefahr geſchehen konnte, ließ ihn ſein Vater zu einer Amme auf das Land bringen, welche ihn nach ganz beſtimmten Vorſchriften durch geeignete Nahrung und Be wegung in der Luft ſo abhärtete, daß er ein Kind von außer⸗