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einer Leistung von 1,5 Pferdestärken. Die Umdrehungszahl beträgt hierbei 1430 in er Minute. Der Motor verträgt eine starke Ueberlastung, die für kurze Zeit selbst bis zu dem 2,5fachen der normalen Leistung ansteigen darf. Die Ankerwickelung ist mit 3 Schleifringen verbunden, an denen Kohlebürsten anliegen. Diese stehen mit einem dreiteiligen Regulierwiderstand in Verbindung, der an der Zimmerwand unter dem Schaltbrette befestigt ist. Die Zuleitungen verlaufen in gleicher Weise wie die Drehstromleitungen zum Magnetsystem. Durch Einschalten von Widerstand in die Ankerwickelung kann die Umdrehungszahl dauernd bis auf 20% des oben angegebenen Wertes bei gleichbleibender Zugkraft vermindert werden. Hierdurch ist unter anderem die Möglichkeit gegeben, den Einfluss der Tourenzahl auf die Spannung der Dynamo zu zeigen und deren Ein- und Dreiphasenstrom eine geringere Polwechselzahl zu geben. Zugleich dient der Regulierwiderstand als Anlasser, wodurch beim Anlaufen ein zu grosser Stromverbrauch vermieden wird. Wenn auch zum Antriebe der Dynamo ein Motor von ¾ Pferdestärken ausreichend wäre, so war für die Wahl des stärkeren Motors neben der Möglichkeit, später durch denselben eine grössere Dynamo treiben zu können, der Umstand massgebend, dass dies die kleinste Sorte ist, welche noch mit Schleifringen gebaut wird.
Der Motor ist auf einem Spannschlitten montiert, der eine Verschiebung des Motors senkrecht zu seiner Achsenrichtung und dadurch eine Erhöhung der Riemenspannung gestattet, wenn letztere im Betriebe nachlässt.
Die Bogenlampe, welche den Physiksaal beleuchtet, ist eine Differentiallampe¹) für Wechsel- strom mit einem Stromverbrauche von 16 Amp. Sie ist in der Mitte der Decke an einem Stahl- drahtseil aufgehängt, welches auf Rollen zu der an einer Seitenwand des Saales befestigten Auf- zugwinde geführt ist. Die Zuleitungen für die Lampe führen am Schaltbrett über 2 Sicherungen zu dem Bogenlampentransformator, der die Spannung von 120 Volt auf 40 herabsetzt. Der niedrig gespannte Strom wird durch den Vorschaltwiderstand, den mittleren der 5 Ausschalter (einen Momentschalter für 20 Amp.) und 2 Anschlussklemmen der Lampe zugeführt. Die Leitung geht vom Schaltbrett an der Zimmerwand hinter demselben nach oben und verläuft der Decke entlang. Sie besteht aus Glanzgarnlitze, die auf Porzellanrollen befestigt ist. Die Verbindung mit der Lampe geschieht durch Klemmschrauben mit Unterlagscheiben. Die Enden der Leitung tragen dabei geschlossene Messingösen, so dass ein Lösen der Leitung bei ungenügendem Anziehen einer Klemme nicht vorkommen kann. Die kleine Unbequemlichkeit, dass man beim Anschliessen und Abnehmen jedesmal beide Klemmschrauben völlig herausdrehen muss, wird durch die erhöhte Betriebssicherheit reichlich aufgewogen. Da die Bogenlampe auch auf dem Experimentiertische benutzt wird, so enthält die Leitung hinter dem Schaltbrett einen(nachträglich angebrachten) zweipoligen Hebelausschalter für 15 Amp.
Aus demselben Material und in gleicher Weise wie die Leitung zur Bogenlampe ist diejenige hergestellt, welche zu der Tafelbeleuchtung führt. Sie enthält ausser 2 Sicherungen und 2 An- schlussklemmen noch den kleinen Momentausschalter für 4 Amp., der sich auf der rechten Seite der Schalttafel befindet. Ein gleicher Ausschalter links liegt in der Leitung zu der Glühlampe, welche die Rückseite der Schalttafel beleuchtet..
2. Die Beleuchtungsvorrichtung selbst besteht aus 6 Glühlampen von 16 NK, die in einem halbcylindrischen Reflektor von 1,8 m Länge angebracht sind. Letzterer ist in passender Ent-
¹) ETZ 1895, S. 124.


