— 1—
nahezu alle beschriebenen Arten neben einander zu sehen und zu vergleichen, wird man wenigstens einen Teil der Rätsel lösen können, die zu knappe, zusammenhanglose Beschreibungen auf- geben.
Wenn dies bei den Untersuchungen, deren Ergebnis im folgenden niedergelegt ist, gelungen sein sollte, so verdanke ich diesen Erfolg vor allem den Herren: Baurat Th. Becker-— Liegnitz, Prof. Dr. M. Bezzi— Turin, Prof. Dr. F. Hermann— Erlangen, Dr. K. Kertesz— Budapest und D. Pleske— Zarskoje- Sselo, die mir bereitwilligst das in ihrem Besitz befindliche Material zur Verfügung stellten, sodaß ich nahezu alle beschriebenen Arten aus den behandelten Gattungen, viele sogar in ganzen Reihen, vergleichen konnte. Den genannten Herren spreche ich für die freundliche Unterstützung auch an dieser Stelle meinen herz- lichsten Dank aus.
Von den 26 hier besprochenen Arten sind 8, also etwa 30 Prozent, neu, ein deutlicher Beweis, wie wenig manche Gegenden des palaearktischen Gebietes, namentlich das nördliche Asien, bis jetzt dipterologisch durchforscht sind. Von den neuen Arten gehören zu Spilomyia 3, zu Temnostoma 1, zu Calliprobola 1 und zu Mallota 3. Die Gattung Milesia konnte zwar nicht durch neue Arten erweitert werden, da aber die Diagnosen von M. eristaloides Portsch. und M. undulata Sn. v. Voll. nur wenigen Dipterologen zugängig sind, so dürfte eine Zusammen- stellung und kritische Untersuchung der 4 bekannten palae- arktischen Formen dieser Gattung recht vielen Kollegen nicht unerwünscht sein.
Frankfurt a. M., Weihnachten 1909.
Dr. P. Sack.


